Unwetter tobt im Norden und Osten - zwei Tote

Unwetter im Norden- Schafe erschlagen

Auch der Flugverkehr war am Freitagabend von den Unwettern betroffen. Bei Hamburg wurde sogar ein Tornado gesichtet. Und das am heißesten Tag des Jahres. Das teilte die Bahn am Donnerstag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Wegen des Unwetters nicht genutzte Tickets mit Gültigkeit von Donnerstag können nach Angaben der Deutschen Bahn ohne Bescheinigung am Freitag genutzt werden. Umgestürzte Bäume haben beinahe alle ICE-Strecken im Norden lahmgelegt, wie eine Bahnsprecherin in Berlin sagte. In Thüringen schlugen Blitze in drei Wohngebäude ein. In Sachsen-Anhalt dagegen waren es 20 Liter.

Die Polizeidirektion in Magdeburg berichtete von rund 450 Einsätzen wegen des Wetters. Zuvor schon waren zwei Menschen wegen der Unwetter ums Leben gekommen. Eine 67-jährige Bewohnerin wurde von herabfallenden Trümmerteilen getroffen und leicht verletzt.

Im Kreis Gifhorn starb eine 83 Jahre alte Frau, mit ihrem Auto war sie durch das Geäst eines umgestürzten Baumes gefahren. In Kassel schlug der Blitz in einen Schornstein ein.

Zahlreiche Dächer wurden dort abgedeckt, eine Scheune fiel in sich zusammen. Auf einigen Straßen stand das Wasser bis zu 50 Zentimeter hoch.

In ganz Deutschland wurden wegen der Unwetterschäden vereinzelt Straßen gesperrt. Auch Tiere starben, Bahnstrecken wurden gesperrt. In Bremen saßen rund 800 Menschen fest. Die Deutsche Bahn stellte den Zugverkehr in der Region weitgehend ein. Die Züge werden über Halle umgeleitet. Auch der Regionalverkehr ist vielerorts betroffen. Mit Verspätungen und einzelnen Zugausfällen sei aber weiterhin zu rechnen, sagte die Sprecherin.

Zudem sind viele Flüge an den Flughäfen ausgefallen. Ab heute sollen die Flugzeuge wieder planmäßig abheben und landen.

Nach ersten MOPO-Informationen soll momentan auf einem Feld bei Bremen ein Lager errichtet werden, das zur Versorgung gestrandeter Bahnfahrgäste dient.

In Hannover musste der Auftritt der US-Rockband Guns n' Roses unterbrochen werden. Im Landkreis Harburg südlich von Hamburg sorgte unterdessen ein Tornado für Verwüstungen. Ein Baum bremste auch den Verkehr auf der A1 zwischen Hamburg und Bremen bei Hollenstedt aus. Zunächst schien es auch diesmal wieder ungemütlich zu werden: Der Veranstalter des Hurricane bat die Besucher, möglichst erst am Freitag auf das Gelände zu kommen.

Das regionale Bahnunternehmen Metronom teilte mit, durch das starke Unwetter und umgestürzte Bäume seien Strecken kaum oder nur mit grossen Einschränkungen zu befahren.

Erfurt/Offenbach - Laut Deutschem Wetterdienst steigt das Gewitterrisiko im Freistaat ab Donnerstagnachmittag. In West-, Nord- und Ostdeutschland haben die Gewitter hingegen ein Ende. Die Temperaturen fielen dabei von 32 auf 17 Grad Celsius. Laut n-tv Meteorologe Alexander galt das etwa für die Flughäfen Münster/Osnabrück mit 35,6 Grad, Hannover mit 33,1 Grad, Köln/Bonn mit 36,7 Grad und Düsseldorf, wo 35,2 Grad gemessen wurden. Von Verletzen sei zunächst nichts bekannt, sagte der Sprecher. Besonders schwer betroffen derzeit ist der Norden Deutschlands!

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