US-Justiz schreibt fünf Ex-VW-Manager zur Fahndung aus

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Die USA fahnden weltweit nach fünf angeklagten VW-Managern im Abgasskandal. Ein früherer Manager des Autobauers sitzt in den Staaten bereits in Haft. Ziel der Fahndung sei es, wie das Recherchepool berichtet, die fünf Angeklagten zu fassen und hinter Gitter zu bringen. Nach Informationen von NDR, WDR und SZ haben die USA Anfang Juni bei Interpol gegen sie eine Ausschreibung zur Fahndung ("Red Notice") erwirkt.

Den Gesuchten werden dem Bericht zufolge Verschwörung zum Betrug und Verstoß gegen US-Umweltvorschriften vorgeworfen. Allerdings könnten die Gesuchten die Bundesrepublik faktisch nicht mehr verlassen, da sie in einem anderen Staat womöglich festgenommen und in die USA überstellt würden. Interpol wollte sich auf Anfrage nicht äussern.

Im Mai hatte ein Berufungsgericht bestätigt, dass der Mann nicht auf Kaution freigelassen werden darf.

Der Mann ist einer von sechs amtierenden und ehemaligen Führungskräften, die die US-Justiz im Zusammenhang mit der Dieselaffäre strafrechtlich belangen will. Sein Prozess soll im Januar 2018 beginnen. Ihnen drohen mehrjährige Haftstrafen.

Der damalige Vorstandschef habe Mitte 2015 von manipulierten Schadstoffmessungen bei Diesel-Fahrzeugen in den USA erfahren. In der Folge rutschte der Konzern in eine tiefe Krise.

Im Kreise der Verteidiger der rund 40 deutschen Beschuldigten werde die weltweite Fahndung der USA als "neue Eskalationsstufe" bezeichnet, heißt es in dem Bericht von "SZ", NDR und WDR. Der 48 Jahre alte Manager war ein enger Mitarbeiter des ebenfalls in Amerika angeklagten Heinz-Jakob Neusser, der bis zur Aufdeckung des Abgasskandals im September 2015 bei der Marke VW Entwicklungschef war. Für Vergleiche mit Klägern in den USA und Kanada hatte der Konzern bisher umgerechnet mehr als 22 Milliarden Euro gezahlt. Die Sache ist noch lange nicht ausgestanden, denn Tausende VW-Aktionäre und Autokäufer verklagten den Autobauer auf Schadenersatz. In der Abgasaffäre bei Volkswagen ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen rund 40 ehemalige und heutige Beschäftigte des Autokonzerns.

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