Chile setzt auf Draufgänger und Dampfmacher

Alexis Sanchez ist eine prägende Figur im chilenischen Spiel

"Wir wollen zeigen, dass es kein Zufall ist, dass wir zweimal die Copa America gewonnen haben", sagt Arturo Vidal. "Wenn wir gewinnen, wird das eine starke Botschaft aussenden", sagte Vidal. In diesem Sinne charakterisiert Nationalspieler Gonzalo Jara sein Team folgendermaßen: "Wir haben vier Weltklasse-Spieler. Der Rest von uns begleitet sie eigentlich nur auf den Platz", sagte der ehemalige Verteidiger des FSV Mainz 05. Von den vier Weltklasse-Spielern ist an diesem Donnerstag beim zweiten Gruppenspiel des Confed-Cups gegen Deutschland (20 Uhr/ARD) schon mal einer verletzt: Torwart Claudio Bravo.

Alexis Sanchez wurde gegen Kamerun zum Turnierauftakt erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt, gegen Deutschland soll er von Beginn an ran und neben Vidal und Vargas für die Variabilität und Intensität in der Offensive sorgen, von der Löw schwärmt. Den Stürmer Sanchez können sich die Münchener ab der kommenden Saison auch sehr gut in ihrem Trikot vorstellen. Denn das Gesamtpaket aus einer Ablösesumme von wohl mehr als 50 Millionen Euro für den FC Arsenal und den angeblich obszönen Gehaltsforderungen des 28-Jährigen ist den Bayern offenbar zu groß. "Er ist ein überragender Spieler", sagte Emre Can vom FC Liverpool am Mittwoch aus eigener Erfahrung, "einer der besten Spieler in der Premier League". Ich habe wenige Spieler erlebt, die so hungrig sind wie er. "Hat er sich seinen Weg vor's Tor erst mal gebahnt, lässt er sich es meistens nicht mehr nehmen, das Ding auch reinzumachen". Nach Vorarbeit von Sanchez erzielte Vidal auch das Führungstor gegen Kamerun. Der 57-Jährige bewundert die chilenische Mannschaft und ihre Spielweise schon seit mehreren Jahren. An vorderster Front unterstützt wird Sanchez von Eduardo Vargas, ebenfalls bei Trainer Juan Antoni Pizzi unumstrittener Stammspieler. Durch Sanchez' Probleme ist Vidals Bedeutung für sein Team bei diesem Turnier noch einmal größer geworden, als sie ohnehin schon immer war.

Der 30-Jährige ist der Antreiber und Dampfmacher der Chilenen. Der schmale Grat, auf dem er sich bewegt zwischen erfolgsversprechender Aggressivität und unerlaubter Härte, ist den Deutschen bestens aus der Bundesliga bekannt.

Die Übergänge sind da bei ihm manchmal fließend. Als erster Nationaltrainer könnte Löw in seiner 149. Partie als DFB-Chefcoach auf 100 Länderspielsiege kommen.

Bei Chile passt vieles zusammen: die Eingespieltheit, die jahrelange Prägung durch Toptrainer wie Marcelo Bielsa und Jorge Sampaoli sowie eine enorme taktische Reife.

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