Gegen Apple Music und Spotify: Tesla mit eigenem Streaming-Dienst

Wirtschaft Tesla könnte Spotify Konkurrenz machen

Elon Musk haben wir ja bereits öfter schon als sehr umtriebigen Mann beschrieben. Freilich ist der Kundenstamm von Tesla relativ überschaubar - so hat die Firma 2016 unter 80.000 Modelle verkauft, im Vergleich zu Ford mit weit über 6 Millionen und GM sogar 10 Millionen Autos.

Tesla-Käufer könnten künftig zusammen mit ihrem Elektroauto einen Tesla-eigenen Musikstreaming-Dienst bekommen.

Laut Recode ist Tesla daran interessiert, unterschiedliche Pakete für das Musikstreaming anzubieten, beginnend mit einem Webradio-Angebot. Die Frage, die sich dabei unweigerlich stellt: Wieso will man auf einen eigenen, proprietären Service setzen, statt auf eine möglichst gelungene Integration von Spotify oder Apple Music zu bauen?

Dieses Vorgehen hab ich schon bei Smartphones nie verstanden, wenn beispielsweise Samsung einen eigenen Musikdienst, einen eigenen Messenger oder was auch immer explizit nur für Samsung-Kunden etablieren wollte. Zumal das Unternehmen für den Absatzmarkt außerhalb der USA bereits einen Deal mit Spotify hat. Jetzt möchte Tesla also auch diesen Weg einschlagen und seinen etwa 100.000 Kunden (und den über 400.000 Vorbestellern fürs Model 3) aus erster Hand jederzeit verfügbaren Musikgenuss bieten. Die beiden haben 50 Millionen beziehungsweise 27 Millionen zahlende Kunden.

Das Projekt könnte zunächst mit einem Web-Radio starten und dann Schritt für Schritt erweitert werden.

Doch warum braucht Tesla einen eigenen Musikstreaming-Dienst, wenn er in seinen mit einem LTE-Modem ausgestatteten E-Autos doch einfach auf das Angebot von Musikanbietern wie Spotify und Apple Music zurückgreifen könnte?

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