Intesa Sanpaolo zum Kauf von Teilen der Veneto-Banken bereit

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Die Papiere von Intesa Sanpaolo zählten zum Handelsschluss am Mittwoch mit einem Plus von 2,45 Prozent zu den größten Gewinnern im Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50.

Sollte der Vorstoß von Intesa Sanpaolo Teil einer Lösung sein, müssten die faulen Kredite in eine "Bad Bank" eingebracht werden, die teilweise von der italienischen Regierung und damit mit Steuergeldern finanziert werden würde.

Neuer Plan sieht angeblich Verluste für Aktionäre und nachrangige Anleihengläubiger vor.

Beobachter sind skeptisch. "Intesa will, dass der Staat sich um alle Probleme kümmert", sagte Vincenzo Longo, Analyst bei IG Markets. Auch die Iccrea-Gruppe von Genossenschaftsbanken könnte zugreifen, doch sei das unwahrscheinlicher. Am Wochenende hatte allerdings die Zeitung "La Stampa" berichtet, dass die EU-Kommission Italien bald informieren werde, dass die beiden Krisenbanken nicht mit direkter staatlicher Unterstützung gerettet werden dürften. Die Großbank sei bereit, an einer Branchenlösung teilzunehmen, sagte Verwaltungsratschef Giuseppe Vita am Dienstag am Rande einer Veranstaltung.

Für die Rettung der zwei angeschlagenen Banken in der Region Veneto sucht Italien nach neuen Wegen, die die Sparer und vorrangigen Anleihegläubiger schützen, aber mit den europäischen Vorschriften zu Staatshilfen in Einklang stehen. Einen Kauf einer der Banken schloss er aus. Die Geldhäuser leiden unter einem Berg an faulen Krediten, die Intesa aber nicht übernehmen will. Damit wären die Mitgliedsstaaten und nicht die EU-Behörden für die Abwicklung zuständig.

Popolare di Vicenza und Veneto Banca benötigen insgesamt 6,4 Milliarden Euro frisches Kapital. Doch da keine privaten Investoren in Sicht sind, musste die Regierung einen Alternativplan entwickeln, um zu verhindern, dass die EU den Stecker zieht.

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