Nach Unwetter: Bahnverkehr in Teilen Deutschlands gestört

In Hamburg hat es sich bereits zugezogen

Explosive Mischung am Himmel: Ein heftiger Sturm bis hin zu einem Tornado hat in Norddeutschland mindestens einen Menschen getötet.

Offenbach. Die schweren Unwetter sind in der Nacht in Richtung Osten abgezogen. Die Unwetter tobten besonders über dem Osten, in Niedersachsen und Hessen.

Ganz anders war es tagsüber im Süden und Westen Deutschlands, dort schwitzten die Menschen bei Rekordtemperaturen.

Der Süden Deutschlands war nach Hitzerekorden am Tag bis zum Abend verschont geblieben. Demnach wurden in Andernach (Rheinland-Pfalz) 37,1 Grad gemessen. Der Veranstalter bat anreisende Gäste, möglichst erst am Freitag zu kommen. "Dabei kann es vereinzelt auch zu Starkregen und größeren Hagelkörnern kommen", sagte ein Sprecher des DWD. In Hamburg wurde das Konzert von Schlagerstar Andreas Gabalier abgesagt, in Hannover musste der Auftritt der US-Rockband Guns n' Roses unterbrochen werden. Ein Fahrradfahrer ist am späten Donnerstagabend in der Urbanstraße unter einem umstürzenden Baum eingeklemmt und verletzt worden, wie die Feuerwehr mitteilte. Für viele Bahnreisende ging durch das Unwetter in Norddeutschland nichts mehr: Umgestürzte Bäume legten beinahe alle ICE-Strecken im Norden lahm. Die Züge zwischen Hamburg und Hannover mussten auch am Freitag zunächst über Rothenburg umgeleitet werden, wie eine Bahnsprecherin sagte. Der Zugverkehr auf der Strecke Hamburg-Bremen rollt hingegen wieder. Auch im Großraum Gießen sowie rund um Magdeburg waren mehrere Bahnstrecken gesperrt. Auf der A7 zwischen Hamburg und Hannover warnte die Verkehrsmanagementzentrale vor Gefahr durch umgestürzte Bäume.

Ein 50-jähriger Mann wurde am Mittag in Holdenstedt bei Uelzen auf einem Parkplatz von einer herabstürzenden Eiche erschlagen, als er in seinem Auto wartete. Im Kreis Gifhorn starb eine 83 Jahre alte Frau, nachdem sie mit ihrem Auto durch das Geäst eines umgestürzten Baumes gefahren war.

In der Gemeinde Fliegenberg sei eine Schafherde mit 20 bis 30 Tieren unter umgestürzten Bäumen begraben worden, zahlreiche Tiere seien verendet. Jedoch seien Dächer abgedeckt und Bäume umgeknickt worden. Der DWD berichtete, Meteorologen hätten den typischen Luftschlauch eines Wirbelsturms gesichtet, der aber nur kurz angehalten habe. In der Nacht gab es zunächst keine weiteren Toten. Die "sehr explosiven Voraussetzungen" für das in Deutschland seltene Unwetterereignis lägen durchaus vor.

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