Spotify verkauft testweise Platz für Songs in Playlisten

Der Streamingdienst Spotify hat doppelt so viele zahlende Kunden wie Konkurrent Apple Music

Die letzten Abo-Zahlen teilte Spotify im März 2017 mit.

Der Streaming-Dienst Spotify zählt mittlerweile 140 Millionen aktive Nutzer pro Monat.

Vergangene Woche veröffentlichte Zahlen für 2016 zeigten, dass der in Schweden beheimatete Musikstreaming-Marktführer zwar schnell wächst, aber 539,2 Millionen Euro verlor. Der Streaming-Umsatz stieg um die Hälfte auf 23 Millionen Franken an. 2015 lag die Differenz zwischen Ausgaben und Einnahmen noch bei minus 231,4 Millionen Euro.

Der Druck im Spotify-Management, endlich profitabel zu werden, dürfte entsprechend gross sein.

Dabei soll es sich laut Recode um Verträge unter anderem mit Universal Musik, dem weltweit größten Musikkonzern, und dem Zusammenschluss mehrerer Indie-Labels, Merlin, handeln. Vereinbarungen mit Sony Music und Warner Music könnten demnach die Rechnung noch weiter erhöhen.

Die Gesamtzahl der Nutzer hatte Spotify zuletzt vor einem Jahr mit 100 Millionen angegeben. Der Musikindustrie waren die kostenlosen Versionen der Musikdienste, bei denen man weniger Möglichkeiten bei der Songauswahl hat und sich gelegentlich Werbung anhören muss, lange ein Dorn im Auge.

Vergrößern Spotify gibt aktuelle Nutzerzahlen bekannt. Zugleich erwirtschafteten die Gratis-Angebote aber auch selbst spürbare Werbeerlöse.

Spotify gewährte beim Abschluss der neuen Deals mit der Musikbranche Künstlern nach langem Widerstand schließlich die Möglichkeit, frische Alben anfangs nur für zahlende Kunden verfügbar zu machen. Die Werbeeinnahmen in der Gratis-Version legten zwar um gut 50 Prozent auf 295 Millionen Euro zu. Zuvor hatte Spotify darauf bestanden, dass die Songauswahl in der Gratis- und der Bezahlversion identisch sein müsse.

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