Reisebüro stoppt Nordkorea-Reisen für US-Bürger

Dozentin pöbelt gegen verstorbenen US-Studenten Warmbier- und wird gefeuert

Warmbier war im Januar 2016 in Nordkorea festgenommen und im März zu 15 Jahren Straflager verurteilt worden.

Währenddessen wurde der US-Student in Ohio beigesetzt.

Nordkorea sei ein Land, in dem "schreckliche Dinge" passierten, sagte Präsident Donald Trump am Montag, und der US-Präsident fügte mehrdeutig hinzu: "Wir werden uns darum kümmern". Ohne Chinas Hilfe habe die Regierung in Washington kaum eine Handhabe, Nordkorea in die Schranken zu weisen, verlautete aus hochrangigen Regierungskreisen. Nach der Empörung über Warmbiers Tod ist das in weite Ferne gerückt. Warmbiers Eltern wollen das nicht glauben. Darin bestreitet Pjöngjang, Warmbier gefoltert oder grausam behandelt zu haben. Besonders die kommenden Tage werden zeigen, was die USA nach Warmbiers Tod unternehmen werden. Ein gleichermaßen kluger und charmanter junger Mann, der sein Publikum in einem Moment berührt und im nächsten belustigt. Heute Mittwoch treffen sich die Aussen- und Verteidigungsminister der beiden Länder in Washington. Nordkorea seinerseits bezeichnete den amerikanischen Präsidenten als "Psychopathen". "Doch der nordkoreanische Diktator tut weiterhin, was er will", sagte Leon Panetta, der ehemalige Verteidigungsminister von Barack Obama. Trump forderte nun ein Reiseverbot nach Nordkorea. Auch Südkorea verurteilte den Tod Otto Warmbiers. "Und dies alles nur wegen eines Posters?" Zum Zeitpunkt seiner Entlassung nach 17 Monaten lag er mit schweren Hirnschäden im Koma. Doch auch der demokratische Senator Benjamin L. Cardin machte Nordkorea direkt für den Tod des Studenten verantwortlich: "Otto ist tot wegen des repressiven, mörderischen Regimes von Kim Jong-un", erklärte er und verlangte, die Regierung in Pjöngjang müsse für ihr "fortgesetztes barbarisches Verhalten verantwortlich gemacht werden". Die Frage, wie China dazu gebracht werden kann, die nordkoreanischen Geschäfte zur Umgehung der Wirtschaftssanktionen zu unterbinden, steht dabei im Zentrum. Die nordkoreanischen Behörden ließen ihn daraufhin verhaften und stellten ihn vor Gericht.

Nach Angaben des US-Außenministeriums befinden sich derzeit noch drei weitere Amerikaner in einem Gefängnis in Nordkorea. Bürger anderer Staaten, die in Nordkorea verhaftet wurden, werden nach einer gewissen Zeit meist abgeschoben. Das Urteil: 15 Jahre Arbeitslager.

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