Airbag-Hersteller Takata meldet Insolvenz an

Takata reichte den Antrag am Montag vor dem Bezirksgericht in Tokio ein, wie der Konzern mitteilte. Takata hatte Ammoniumnitrat verwendet, um die Airbags bei einem Zusammenstoß auszulösen. Mehrere Rechtsstreite um fehlerhafte Airbags und die Kosten von Rückruf-Aktionen hatten das japanische Unternehmen finanziell überwältigt, die Insolvenz kam nicht überraschend. Das teilte der 1933 gegründete Konzern am Montag mit. Von der Insolvenz betroffen ist neben dem Mutterkonzern auch das Tochterunternehmen in den USA. Der von China kontrollierte Konkurrent Key zahle rund 1,6 Milliarden Dollar (etwa 1,4 Milliarden Euro), gaben die Unternehmen gemeinsam bekannt. In Europa sei nicht geplant, Insolvenzverfahren einzuleiten. Beide Seite erzielten eine entsprechende Grundsatzvereinbarung, wonach KSS nahezu alle Vermögenswerte und operativen Geschäfte übernimmt, darunter auch die Herstellung von Sicherheitsgurten und Lenkrädern. KSS gehört wiederum der chinesischen Firma Ningbo Joyson Electronic - der Name Takata dürfte nach der Übernahme verschwinden.

Die Airbags des japanischen Zulieferers können unter Umständen bei einem Unfall zu stark auslösen und damit Fahrer und Mitfahrer gefährden.

Ein Mann läuft vor dem Gericht in Tokio vorbei, wo Takata nach Skandalen um mangelhafte Airbags am Montagmorgen Insolvenz anmeldete. Die defekten Airbags führten zur größten Rückrufaktion in der amerikanischen Geschichte. Takata hatte sich im Jänner mit der US-Justiz auf einen Vergleich geeinigt.

Die weltweite Geschäftstätigkeit und die Lieferungen an Kunden sollen ohne Unterbrechung fortgeführt werden.

Die Mängel haben allein in den USA zum Rückruf von 70 Millionen Airbags geführt, sie werden für den Tod von mindestens 16 Menschen verantwortlich gemacht. Takata kündigte an, auch die Lieferung von Ersatz-Gasgeneratoren für die laufenden Airbag-Rückrufe weiter fortzusetzen.

"KSS ist nicht nur der ideale Investor, um die Kosten in Zusammenhang mit den Rückrufen von Airbag-Gasgeneratoren zu bewältigen, sondern auch ein optimaler Partner für Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter des Unternehmens", sagte Shigehisa Takada, Vorstandsvorsitzender von Takata. Die Autohersteller jedoch bestanden auf einem Insolvenzverfahren. Die Airbags von Takata werden von vielen Herstellern genutzt.

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