Angst vor zweitem Grenfell-Drama: Gleich 5 Hochhäuser in London evakuiert

Nach Brand im Grenfell-Tower: Hochhäuser in London werden geräumt. Betroffen seien unter anderem Manchester, Portsmouth und Plymouth. In Interviews sprachen Bewohner von einer Überreaktion. Die Bewohner mussten ihre Apartments noch am Abend verlassen, sie werden in Hotels untergebracht.

Premierministerin Theresa May hatte zuvor bekanntgegeben, dass täglich etwa 100 Hochhäuser überprüft würden.

Rund 4000 Menschen hätten in der vergangenen Nacht ihre Wohnungen verlassen müssen, teilte die britische Feuerwehr mit. Die Arbeiten an den geräumten Gebäuden sollen drei bis vier Wochen dauern, wie Georgia Gould vom Bezirksrat sagte. Londons Bürgermeister Sadiq Khan hatte erklärt, die Räumung sei durch eine "Reihe bestimmter Umstände" nötig und eine Vorsichtsmaßnahme.

Es habe sich nicht um Brandstiftung gehandelt, sagte Fiona McCormack von Scotland Yard vor Reportern am Freitag. Javid sagte der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge, diese Wohnungen seien geräumt worden, weil eine Vielzahl an Sicherheitsmängeln festgestellt worden seien.

Die Maßnahme steht vor dem Hintergrund der Brandkatastrophe im Grenfell Tower. Es handele sich um eine "landesweite Bedrohung". Ein offizieller Grund für die rasche Ausbreitung muss erst durch Untersuchungen gefunden werden, es gibt jedoch Vermutungen, dass bei der Verkleidung und Dämmung des Gebäudes geschlampt wurde.

Nach Erkenntnissen der Ermittler hatte ein defekter Kühlschrank die Feuerkatastrophe ausgelöst.

Umbaumaßnahmen sollen für mehr Sicherheit sorgen.

Bei dem verheerenden Brand im Grenfell-Tower waren in der Nacht auf 14. Juni mindestens 79 Menschen ums Leben gekommen. Die tatsächliche Opferzahl könnte wesentlich höher liegen. Berichten zufolge sollen möglicherweise zahlreiche Menschen illegal in dem Hochhaus gelebt haben. Man sehe sich alle Unternehmen an, die am Bau und an der Sanierung des Grenfell Tower beteiligt gewesen seien und habe Unterlagen von mehreren Organisationen beschlagnahmt, hieß es weiter. Wegen Baumängeln prüfen die Ermittlungsbehörden nun Anklagen wegen fahrlässiger Tötung.

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