Boeing fliegt Airbus auf Messe davon

"Unser Auftragsbestand steigt durch die Verkaufserfolge auf einen Branchenrekord von mehr als 6800 Flugzeugen", sagte Marketing-Vorstand John Leahy. Airbus kommt auf 39,7 Milliarden Dollar (35,6 Milliarden Euro). Deren Produktion ist auf Jahre hinweg ausgebucht.

Für die kaum gefragten größten Modelle Airbus A380 und Boeing 747-8 könnten die Hersteller neue Bestellungen zwar dringend gebrauchen.

Allerdings übertraf Airbus seine Bilanz von der Farnborough Airshow bei London im vergangenen Jahr. Airbus will den weltgrößten Passagierjet A380 mithilfe abgeknickter Flügelspitzen (Winglets) sparsamer machen. Boeing legte noch einmal mit festen Bestellungen für 125 Maschinen vom Typ 737 MAX 8 für einen nicht genannten Kunden zu. Nicht eingerechnet in den Zahlen sind Bestellungen für 214 Boeing-Mittelstreckenjets in der neuen Langversion 737-MAX-10, bei denen die Kunden lediglich bestehende Aufträge für kürzere Varianten des Fliegers in solche für die gestreckte Version umwandelten. Während Flugzeuge bisher getrennte Rekorder für Flugdaten und Sprachaufnahmen aus dem Cockpit besitzen, sollen Airbus-Jets künftig zwei Boxen haben, die beides enthalten. In Le Bourget holten die Amerikaner auch wirkliche Neuaufträge und Vorverträge über 147 Exemplare der MAX 10 herein.

Der Flugzeugbauer Airbus hat auf der weltgrößten Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris Bestellungen und Vorverträge über 326 Verkehrsjets eingesammelt. Der Flugzeugfinanzierer Aer Cap orderte auf einen Schlag 30 "Dreamliner" Langstreckenjets für 8,1 Milliarden Dollar (7,3 Milliarden Euro).

Boeing stellte seinen neuen Current Market Outlook vor, in dem das Unternehmen seine Prognose auf über 41.000 neue Flugzeuge im Wert von 6,1 Billionen US-Dollar angehoben hat. Kurz vor Toresschluss kamen zwei Aufträge aus dem Iran über insgesamt 9,4 Milliarden Dollar herein. Dennoch müssen Behörden dem Deal erst noch zustimmen. Die größte Order für Airbus' jüngsten Langstreckenjet A350 kam aus Afrika: Ethiopian Airlines orderte zehn Jets des Typs im Wert von 3,1 Milliarden Dollar. Beide Hersteller haben die Produktion wegen der dürren Auftragslage deutlich gedrosselt. Neuerungen in der Kabine sollen Platz für 80 zusätzliche Fluggäste schaffen. Insgesamt soll der Spritverbrauch pro Sitzplatz im sogenannten A380plus um 13 Prozent sinken.

Airbus setzt darauf, dass mit dem wachsenden weltweiten Flugverkehr zwangsläufig auch der Bedarf an riesigen Maschinen mit mehr als 600 Sitzplätzen wie der A380 zunimmt. Bisher haben sich diese Erwartungen allerdings noch nicht in neuen Aufträgen gezeigt.

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