Deutsche Rentenkasse verzeichnet Minus von 2,2 Milliarden Euro

Die Gesetzliche Rentenversicherung ist mit 1,59 Milliarden Euro in den roten Zahlen

Die Rentenversicherung beteuert: Die Lage ist gar nicht so schlecht.

Die Gesetzliche Rentenversicherung zahlte im vergangenen Jahr 2,2 Milliarden Euro mehr aus als eingenommen wurde.

Die Rentenkasse verbuchte einer Kabinettsvorlage zum Entwurf für den Bundeshalt 2018 zufolge im vergangenen Jahr ein Minus von 2,2 Milliarden Euro. Die Ausgaben lagen bei 282,7 Milliarden, die Einnahmen bei 280,5 Milliarden Euro, wie die Deutsche Rentenversicherung Bund mitteilte.

Das aber bedeutet eben nicht, dass die Rentenkasse in den Dispo gerutscht wäre, sondern lediglich, dass durch weniger Einnahmen bei steigenden Ausgaben die Rentenkasse - Stand April - bei exakt 1,45 Monatsausgaben Nachhaltigkeitsrücklage liegt.

Die Rentenversicherung führt die Entwicklung unter anderem auf die Kosten zurückliegender Reformschritte zurück - etwa die Einführung der Mütterrente oder die Rente mit 63. Das Minus bei der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) fiel damit gegenüber dem Vorjahr um gut 600 Millionen Euro höher aus. Auch die Rentenerhöhung 2016 schlage zu Buche. Im Jahr 2014 erzielte die GRV noch einen Überschuss von 3,16 Milliarden Euro, während man 2015 mit 1,59 Milliarden Euro in die roten Zahlen rutschte.

Der abermals gestiegene Verlust im vergangenen Jahr mache indes keinen Anstieg des Beitragssatzes von derzeit 18,7 Prozent erforderlich, heißt es dem Bericht zufolge in dem Regierungsentwurf des Bundesfinanzministeriums. 2015 wurde der Beitragssatz noch um 0,2 Prozentpunkte gesenkt. Ausgehend von all diesen Werten sagt die Prognose, dass die Beiträge bis 2021 stabil bleiben dürften.

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