Dresdner Seenotretter im Visier der Staatsanwaltschaft

Flüchtlinge kommen auf der griechischen Insel Lesbos an. Seit 1997 hat sich die Flüchtlingszahl praktisch verdoppelt

Dresden - Dem Dresdner Verein "Mission Lifeline", der sich für Flüchtlinge einsetzt, bekam nun eine Anzeige wegen versuchten Einschleusens von Ausländern. Darüber informierte die Hilfsorganisation am Montag in Dresden. Die Ermittlungen führe die Bundespolizei. Seine Behörde sei gezwungen, den "Sachverhalt aufzuklären". Die erste Mission ist für September geplant, sagte Vereinschef Steier der Deutschen Presse-Agentur. "Der Vorwurf ist völlig absurd und an den Haaren herbeigezogen!"

Die Staatsanwaltschaft habe leichtfertig ein Verfahren eröffnet, "bloß, weil irgendein Wutbürger Anzeige erstattet hat", erklärte Steier weiter. "Zunächst hatten wir angenommen, dass es sich um ein schlecht gemachtes 'Fake-Schreiben' handelt, da weder der Paragraph angegeben war, noch eine Rechtsbehelfsbelehrung". Sollte die Anzeige falsche Tatsachenbehauptungen enthalten, werde man juristisch gegen den Erstatter vorgehen. "Mission Lifeline" sammelt Geld für ein Schiff, um Flüchtlinge aus dem Mittelmeer zu retten. Juli wurde Vereinschef Axel Steier zu einem Gespräch bei der Bundespolizei geladen, um sich zu den Anschuldigungen zu äußern. Mittlerweile verbucht sie auf ihrem Konto eine Summe von 190.000 Euro, was knapp 80 Prozent der benötigten Summe zur Finanzierung eines entsprechenden Schiffes samt Mannschaft und Betriebsmitteln entspricht.

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