Ifo Geschäftsklimaindex weiter auf Höhenflug ... nur nicht im Bauhauptgewerbe

Bauboom konsumfreudige Verbraucher und Exporte schieben Deutschlands Wirtschaft

Bis auf das Baugewerbe, wo der Indikator von hohem Niveau aus fiel, hellte sich die Stimmung in allen betrachteten Bereichen auf.

München (dts) - Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im Juni gestiegen: Der Index steht im sechsten Monat des Jahres bei 115,1 Zählern, teilte das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München am Montag mit. "Damit wurde der Rekordwert vom Vormonat überboten", hieß es. "In den deutschen Chefetagen herrscht Hochstimmung", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Manager beurteilten sowohl die Geschäftslage als auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate besser. Wir sehen drei maßgebliche Faktoren als Treiber der sehr guten Konjunktur in Deutschland: Die niedrigen Zinsen, den fallenden Ölpreis und den zum US-Dollar unterbewerteten Euro.

Nachdem die Stimmung in den deutschen Chef-Etagen im Mai auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung geklettert war, rechnen Experten mit einem Rückgang auf 114,4 Punkte von 114,6 Zählern, die Zahlen kommen um 10.00 Uhr. Risiken wie der geplante EU-Austritt Großbritanniens oder eine erratische Politik in den USA würden derzeit ausgeblendet. Das Fest wird immer rauschender und die Stimmung schaukelt sich auf. "Mittelfristig droht sogar eine Überhitzung", sagte Burkert. "Dann sollten wir bitte nicht den Fehler machen, dies als den Weg in die nächste Rezession zu interpretieren", betonte Scheuerle. Er basiert auf rund 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Großhandels und des Einzelhandels. "Die Nachfrage und der Auftragsbestand entwickelten sich sehr gut", schreibt das Ifo Institut. Die Erwartungen waren so optimistisch wie seit September 2015 nicht mehr. Dagegen ging es in der Baubranche auf hohem Niveau leicht nach unten. Begründet wurde die Entwicklung mit einem anhaltenden Bauboom, konsumfreudigen Verbrauchern sowie einer robusten Weltkonjunktur. Bei ihrer vergangenen Konjunkturprognose im Dezember war die Notenbank noch von 1,8 Prozent Wachstum ausgegangen.

Die Ifo-Forscher korrigierten ihre Wachstumsschätzung für 2017 von 1,5 auf 1,8 Prozent und für 2016 von 1,8 auf 2,0 Prozent.

Für das laufende Jahr rechnet die Bundesbank mit 1,9 Prozent Plus beim Bruttoinlandsprodukt in Deutschland.

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