Katar-Nachbarstaaten fordern Einstellung von Al-Dschasira

Türkei Tayyip Erdogan

Mehr als zwei Wochen dauert nun schon der Boykott Katars durch Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Hacker seien in die Twitteraccounts eines katarischen TV-Senders eingedrungen und hätten die Fake News lanciert.

Katar hat noch nicht auf die Forderungen reagiert.

In einer der Nachrichtenagentur AP vorliegenden Liste werden 13 Punkte aufgezählt. Katar beschuldigte seinerseits die Blockade-Staaten der Veröffentlichung.

Nachdem Erdoğan am frühen Morgen im Istanbuler Stadtteil Ataşehir am Ramadan-Festgebet teilnahm, sprach er zu den Journalisten und betonte, dass dieses Vorgehen gegen internationales Recht sei, da man die Eigenstaatlichkeit eines Landes nicht angreifen könne.

Die Krise brachte auch die Landeswährung Katars stark unter Druck.

Al-Dschasira wies indes Rufe nach seiner Schließung zurück.

Ultimatum an den Emir Dreizehn Forderungen, zehn Tage Zeit: Saudi-Arabien und mehrere Golf-Staaten verlangen von Katar praktisch die Unterwerfung.

Katar soll die Beziehungen zu den Terroristen der Muslimbrüder, der Hamas, der Dschihadisten des IS und der al-Nusra-Front beenden, Verdächtige sollen ausgeliefert werden; angedeutet werden im AP-Bericht auch Verbindungen zur Hizbollah, die ebenfalls eingestellt werden sollen wie überhaupt sämtliche finanzielle Unterstützungen, die an Gruppen gehen, die von den USA als Terrorgruppen ausgewiesen werden.

Die vier Länder hatten Anfang des Monats alle diplomatischen, sowie Wirtschafts- und Verkehrsverbindungen zu Katar abgebrochen.

Ist Katar zu mächtig geworden?

Das eigentliche Ziel der Forderungen aber ist in Punkt elf des Katalogs formuliert: Katar möge sich doch, so ist dort zu lesen, "militärisch, politisch, sozial und wirtschaftlich dem Kurs der anderen Golfstaaten anschliessen".

In der diplomatischen Auseinandersetzung um das Emirat Katar hat sich der Iran als Vermittler angeboten.

Fawas Gerges von der London School of Economics sieht dabei die Gegner Katars am längeren Hebel.

Zu der Deeskalationszone in Syrien und zu den Entwicklungen nach den Gesprächen in Astana und Genf sagte Kalın, zwischen der Türkei, Russland und dem Iran sei das Mechanismus für die Errichtung einer Deeskalationszone gebildet worden.

Der Nachrichten- und Informationskanal Al-Jazeera ist mit schätzungsweise täglich 40 bis 50 Millionen arabischsprachigen Zuschauern das wichtigste Sprachrohr in der Region - und das Medium mit der mutmaßlich größten Reichweite weltweit. Der US-Präsident hatte Katar als "Finanzier von Terrorismus "bezeichnet, während Tillerson zur Mäßigung aufrief". Unterstützt wird Katar nicht nur vom Iran, der mit Saudi-Arabien um die Vorherrschaft in der Region buhlt. Belege für solche Kontakte haben die Saudis und die anderen Staaten nie vorgelegt; Katar bestreitet sie vehement. Entsprechend kommentierten auch die türkischen Medien die jüngste Note der Gegner Katars am darauffolgenden Tag. Statt saudische Produkte bieten die Supermärkte ein türkisches oder iranisches Sortiment an.

Related:

Comments

Latest news

Angst vor zweitem Grenfell-Drama: Gleich 5 Hochhäuser in London evakuiert
Rund 4000 Menschen hätten in der vergangenen Nacht ihre Wohnungen verlassen müssen, teilte die britische Feuerwehr mit. Die Arbeiten an den geräumten Gebäuden sollen drei bis vier Wochen dauern, wie Georgia Gould vom Bezirksrat sagte.

Russlands WM-Team 2014 unter Dopingverdacht
Ziemlich genau ein Jahr vor Beginn der Fussball-WM im eigenen Land ist der Fussball ins Visier der Dopingfahnder geraten. Bei der Fifa soll es ein Dossier geben mit signifikanter Beweislast gegenüber mehreren russischen Spielern.

Streikende nach Lohnabschluss-Einigung in der Slowakei
Die Gewerkschaft hatte zuletzt ein Lohnplus von 13,9 Prozent gefordert, das Angebot der Unternehmensführung lag bei neun Prozent. Nach mehrtägigem Streik bei Volkswagen in der Slowakei sieht die Gewerkschaft einen Lohnabschluss in Reichweite.

Ronaldo-Transfer nur zum Mega-Preis
Aktuell verdient der bestbezahlte Sportler der Welt ein Bruttogehalt von rund 50 Millionen Euro pro Jahr bei seinem Verein. Germain oder Manchester United die mit Abstand höchste Transfersumme der Fußball-Geschichte bezahlen.

Krawalle auf Malle! Video: Haben Bayer-Chaoten den Tumult im "Bierkönig"
Unbeteiligte Gäste verspotteten die Idioten mit "Vizekusen"-Sprechchören, die zunehmend lauter wurden". Wie "MalleBZ" berichtet , wurden bereits am Donnerstag Kölner von Leverkusenern provoziert.

Other news