Löw kann mit allen Spielern für Kamerun planen

Timo Werner schoss beim 3:1 gegen Kamerun zwei Tore für Deutschland

Vor dem Gruppenfinale beim Confed Cup gegen Kamerun am Sonntag (17 Uhr im LIVETICKER) hat den lange so experimentierfreudigen Joachim Löw die Lust auf Siege gepackt. Die Torschützen Kerem Demirbay und Timo Werner bescherten Bundestrainer Joachim Löw in Sotschi bei dessen 150. Länderspiel den 100. Sieg. Schon ein Unentschieden würde der DFB-Auswahl in Sotschi reichen, um definitiv das Halbfinale beim Confederations Cup zu erreichen. Fix ist die Rückkehr von Antonio Rüdiger in die Abwehr, "weil Kamerun mit wahnsinnig schnellen Spielern agiert", wie Löw anmerkte.

Löw erwartet gegen den noch sieglosen Afrikameister, der zum Weiterkommen gewinnen muss, "das laufintensivste und körperlich anstrengendste Spiel" im bisherigen Verlauf des Turniers. Der WM-Probelauf ist für ihn nicht mehr ausschließlich ein Sichtungs-Cup, sondern es geht auch um sportlichen Erfolg.

"Jede Reise strengt an", gab Löw zu bedenken, während Goretzka angesichts des Teamhotels an der Strandpromenade der Olympiastadt Sotschi scherzte: "Es ist nicht das Verkehrteste auf der Welt, wenn man beim Essen auf das Meer schauen kann". Als Zweiter müsste der DFB-Tross am Montag wieder nach Kasan umziehen. "Für sie geht es gegen uns nur noch um einen Sieg", sagte Löw.

Noch offen ist der Einsatz von Emre Can, der im Training umknickte. Inzwischen wittert das junge Team aber die Chance, ein Jahr vor der WM in Russland einen Überraschungscoup bei dem Testturnier zu landen. "Körperlich und läuferisch sind sie sehr stark, aber ich glaube: Laufen können wir auch als Deutsche sehr gut, und fußballerisch sind wir sicherlich besser", sagte Kapitän Julian Draxler. Für Letzteren könnte der Berliner Marvin Plattenhardt auf der linken Seite sein Turnierdebüt feiern. Es könnten auch Akteure zum Einsatz kommen, die bislang noch nicht zum Zuge kamen. Die könnte dann nur Marc-André ter Stegen heißen, der gegen Chile fehlerlos spielte. Die Lieblingsbeschäftigung der Spieler von Kamerun sei es, eins gegen eins zu spielen. "Jetzt müssen wir überlegen, wie es weitergeht", sagte Löw. Der Gruppensieg wäre darum "der Optimalfall", bemerkte Goretzka, "aber über allem steht der Einzug ins Halbfinale". "Das ist das übergeordnete Ziel".

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