Panama baut diplomatische Beziehungen zu China auf - Abkehr von Taiwan

China ist der zweitgrößte Nutzer des Panama Kanals Bild AFP

Panama-StadtErfolg für Peking, Niederlage für Taipeh: Panama wird diplomatische Beziehungen mit China eingehen und dafür die mit Taiwan aufgeben. Panama und die Republik China (Taiwan) unterhielten mehr als 100 Jahre lang diplomatische Beziehungen. Wie alle EU-Länder hat auch Deutschland in Taiwan keine Botschaft, sondern ist mit einem "Deutschen Institut" vertreten.

Wirtschaftliche Beziehungen pflegten Panama und China aber sehr wohl. Bei den Nutzern des Panama-Kanals sind chinesische Schiffe die Nummer zwei. Die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen China und Panama sei nur ein Ergebnis der Entwicklungstendenz. Peking betrachtet die Insel seither nur als abtrünnige Provinz und droht mit einer gewaltsamen Wiedervereinigung. Deshalb breche die panamaische Regierung von diesem Tag an die Verbindungen nach Taiwan ab, war in dem Schreiben zu lesen. China ist der zweitgrößte Kunde des Panamakanals und der führende Versorger von Waren in der freien Handelszone der panamaischen Hafenstadt Colón. Panamas Präsident Varela sprach im Fernsehen von einer neuen Ära voller Möglichkeiten, die sich durch die neue Beziehung ergäben. Zugleich kritisierte Wu Pekings Ein-China-Politik und bezeichnete sie als fortgesetzte Manipulation.

Außenminister David Lee brachte auf einer Pressekonferenz seine Empörung und Enttäuschung zum Ausdruck und stellte zum Schutze der nationalen Souveränität und Würde des Landes sämtliche Hilfeleistungen und Kooperationsprojekte in Panama ein. Die Republik China war Gründungsmitglied der Vereinten Nationen.

Nach der Machtübernahme der Kommunisten 1949 in China flohen die nationalchinesische Regierung und ihre Truppen nach Taiwan. Peking versucht, Taiwan zu isolieren, und umwirbt die noch zögernden Staaten. Erst im Dezember 2016 hat der afrikanische Inselstaat São Tomé und Príncipe seine Beziehungen zu Taiwan abgebrochen.

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