Prozess gegen U-Bahn-Treter beginnt neu

Der Prozess platzte im ersten Anlauf, weil die Verteidigung zum Auftakt am 15. Juni eine Schöffin wegen Voreingenommenheit ablehnte. Dem gab das Gericht statt.

Vor dem Landgericht Berlin beginnt erneut der Prozess gegen den mutmaßlichen Treppentreter vom Neuköllner U-Bahnhof Hermannstraße.

Der Verdächtige sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

Ein Gutachter soll im Prozess aber prüfen, ob S. schuldfähig ist. Zu hören war, dass er möglicherweise unter Drogen oder Alkohol stand. Das damals 26-jährige Opfer brach sich durch den Sturz einen Arm und wurde am Kopf verletzt. Der mutmaßliche Treter wurde mit Haftbefehl gesucht. Während viele den Mann noch in seiner bulgarischen Heimat vermuteten, wurde er kurz vor Weihnachten in Berlin gefasst, als er auf dem Zentralen Omnibusbahnhof aus Südfrankreich ankam.

Gezielt und mit voller Wucht tritt ein Mann einer jungen Frau in den Rücken. Am Montag wird die Frau aber noch nicht im Gericht erwartet.

Bei einer Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung droht dem Angeklagten eine Haftstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren. Da der Mann aber erst Wochen nach der Tat festgenommen wurde, ist das schwer nachweisbar. Zur Suche nach dem Angreifer und seiner drei Begleiter wurden Überwachungsbilder des Angriffs veröffentlicht. Der 28-jährige Angeklagte stammt aus Bulgarien.

Der Angeklagte ist nach Angaben von Ermittlern in Deutschland nicht vorbestraft.

Ein Urteil finden soll nun die 21. Schöffen sind ehrenamtliche Richter, die für eine Dauer von fünf Jahren gewählt werden. Ihre Beteiligung an Gerichtsverfahren soll das Vertrauen der Bürger in die Rechtssprechung stärken. Zudem können sie auch selbst Angeklagte, Sachverständige und Zeugen befragen.

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