Prozess um Prostituiertenmord wird fortgesetzt

Der bisherige Angeklagte Matthias K. und sein Rechtsanwalt. Nach einem Zeugenhinweis wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt. Nun soll ein neuer Tatverdächtiger im Landgericht Hildesheim aussagen

Wer hat die Prostituierte in einem Lovemobil bei Hofschwicheldt (Landkreis Peine) getötet?

Gerichtsprozesse gehören in Deutschland zur Tagesordnung: Bei verschiedensten Delikten wie Diebstahl, Körperverletzung, Betrug bis hin zum Mord gilt es, Recht zu sprechen.

Hildesheim. Der bisherige Angeklagte, ein 45 Jahre alter Ingenieur, ist auf freiem Fuß.

Hildesheim. Wende im Prozess um den Prostituiertenmord: An diesem Montag soll ein neuer Tatverdächtiger im Landgericht Hildesheim befragt werden. Er selbst habe im Auto auf dem Parkplatz, auf dem der Wohnwagen stand, gewartet - und als das Fahrzeug merkwürdig stark wackelte, hätte er hinein geschaut.

Der 29-Jährige sitzt schon in Untersuchungshaft, bestreitet aber die Tat. "Zu dem Tatvorwurf kann ich nichts sagen, das war ich nicht, da habe ich nichts mit zu tun", sagte er vor Gericht. Er ist mittlerweile auf freiem Fuß, nachdem sich der Zeuge - zunächst anonym - gemeldet hatte. Jedoch wurden DNA-Spuren von ihm unter den Fingernägeln der getöteten Prostituierten gefunden. "Ich habe Angst gehabt", antwortete der 41-Jährige. Er sitzt in dem Verfahren auf der Anklagebank, hatte aber immer wieder seine Unschuld betont. Der 45-Jährige kam Mitte Dezember in Untersuchungshaft.

Der bisherige Angeklagte räumte ein, die Prostituierte aufgesucht zu haben. Später habe er sein Portemonnaie vermisst und sei Richtung Wohnwagen zurückgekehrt, um die Geldbörse zu suchen. Nach Ansicht der Ermittler hatte sich der Mann bei seiner Aussage in Widersprüche verstrickt und vermeintliches Täterwissen offenbart. Die beiden Männer aber hielten sie für erfunden. "Das kann nicht sein, das kann ich mir nicht erklären", sagte der 29-Jährige.

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