Slowakische Volkswagen-Mitarbeiter beenden Streik

Manch einer machte das Beste aus der schwierigen Situation

Nach einem sechstätigen Streik bei Volkswagen in der Slowakei hat sich das Management mit der Gewerkschaft auf einen Lohnabschluss geeinigt. "Wir sind nahe an einer Einigung", hatte der Gewerkschaftschef Zoroslav Smolinsky der Nachrichtenagentur "Reuters" gesagt und im Falle einer schnellen Einigung sogar ein Wiederanlaufen der Produktion am Montag in Aussicht gestellt. Hinzu komme ein Einmalzahlung von 500 Euro. Die Gewerkschaftsvertreter hatten ursprünglich eine sofortige Erhöhung von 16 Prozent gefordert, feierten aber auch den Kompromiss als großen Erfolg. Damit liegt der Abschluss nahe der Forderung der Arbeitnehmervertreter. Der Autobauer hat in dem Land rund 12 000 Beschäftigte. 70 Prozent davon beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben an dem seit Dienstag laufenden Streik.

Der Ausstand wurde von der Regierung mit Verweis auf deutlich höhere VW-Löhne in westeuropäischen Ländern unterstützt. Dort ist der Konzern der größte Arbeitgeber aus der Privatwirtschaft und der wichtigste Impulsgeber für das Wirtschaftswachstum ist die Autobranche. In der Slowakei mit 5,4 Millionen Einwohnern werden mehr als eine Million Autos im Jahr produziert.

Die Firmenleitung betonte hingegen, mit einem durchschnittlichen Bruttolohn von 1800 Euro pro Monat sei die Bezahlung bei VW schon bisher doppelt so hoch wie das landesweite Durchschnittseinkommen in der Slowakei. Das sei zwar das Doppelte des Durchschnittseinkommens in der Slowakei. So weisen die Belegschaftsvertreter darauf hin, dass die Mitarbeiter nur einen Bruchteil des Lohns ihrer deutschen Kollegen erhalten, obwohl das Werk in Bratislava eines der produktivsten im weltweiten Konzernverbund sei. In Bratislava werden etwa der Geländewagen Touareg, der Kleinwagen Up und der Audi Q7 gebaut.

Related:

Comments

Latest news

Enkel in Haft nach Doppelmord an Unternehmer-Ehepaar
Der Enkel habe offenbar damit rechnen müssen, keinen Erbanteil zu bekommen. "Beide sind dringend verdächtig, am Sonntag, 19. Dabei handelt es sich um den 25-jährigen Enkel des ermordeten Ehepaares und einen 44 Jahre alten Bekannten des Enkels.

Minderheitsregierung mit nordirischer DUP steht
Die Verhandlungen über die Minderheitsregierung hatten bereits vor gut zwei Wochen begonnen. Sie sicherte erneut zu, dass kein EU-Bürger nach dem Brexit Grossbritannien verlassen muss.

US-Gericht genehmigt Einreiseverbote
Wie schon nach der ersten Exekutiv-Anordnung Trumps im März diesen Jahres, wird erneut Chaos an den Flughäfen befürchtet. Es war nicht sofort klar, welche unmittelbaren Auswirkungen die Entscheidung des Gerichts auf Einreisende haben wird.

Prozess um Prostituiertenmord wird fortgesetzt
Die beiden Männer aber hielten sie für erfunden. "Das kann nicht sein, das kann ich mir nicht erklären", sagte der 29-Jährige. Später habe er sein Portemonnaie vermisst und sei Richtung Wohnwagen zurückgekehrt, um die Geldbörse zu suchen.

Minderheitsregierung in Großbritannien steht
In diesem erklärt sich die Partei der nordirischen Unionisten bereit, die Regierung von Mays konservativen Tories zu unterstützen. Die DUP ist unter anderem umstritten, weil sie die Homo-Ehe ablehnt und gegen eine Lockerung des Abtreibungsgesetzes ist.

Other news