Streik legt VW-Werk in der Slowakei lahm

Manch einer machte das Beste aus der schwierigen Situation

Die Gewerkschaft bestätigte die Einigung. "Wir verdienen wenigstens eine zweistellige Erhöhung", sagte der Gewerkschafts-Vorsitzende Zoroslav Smolinsky.

Der Kompromiss sieht dem Bericht zufolge eine Lohnerhöhung von 13,5 Prozent mit Laufzeit bis August 2019 vor. Der VW-Konzern hatte dies zurückgewiesen und zuletzt 4,5 Prozent mehr Lohn für dieses und 4,2 Prozent mehr für das kommende Jahr sowie eine Einmalzahlung von 350 Euro angeboten. Damit liegt der Abschluss nahe der Forderung der Arbeitnehmervertreter. Die Gewerkschaften forderten Lohnsteigerungen um 16 Prozent, was vom Unternehmen als überzogen abgelehnt wurde. Die Beschäftigten hatten ein Plus von 16 Prozent gefordert und waren Dienstag in den Streik getreten.

Die VW-Gewerkschafter hatten auf ihrer Facebook-Seite immer wieder die Lohnunterschiede innerhalb des VW-Konzerns kritisiert: Das Automobilwerk am Stadtrand von Bratislava sei eines der weltweit produktivsten, dennoch bekämen die Mitarbeiter nur einen Bruchteil des Geldes ihrer deutschen Kollegen.

Die Belegschaftsvertreter wiederum argumentieren damit, dass die slowakischen VW-Mitarbeiter seit Jahren trotz hoher Produktivität geringere Löhne als die Beschäftigten an anderen Standorten des Weltkonzerns akzeptiert hätten. Er sagte, dass bis zu 10.000 der 12.300 Beschäftigten sich an der Arbeitsniederlegung beteiligt hätten. Im Nachbarland Tschechien verdient ein Arbeiter bei der VW-Tochter Skoda umgerechnet rund 1.400 Euro im Monat.

Der Ausstand wurde von der Regierung mit Verweis auf deutlich höhere VW-Löhne in westeuropäischen Ländern unterstützt.

Nach einem sechstägigen Streik bei Volkswagen in der Slowakei hat sich das Management mit der Gewerkschaft auf einen Lohnabschluss geeinigt. Volkswagen ist einer der größten Arbeitgeber und Exporteure der Slowakei. Das VW-Werk bindet zwar weitere gut 50.000 Arbeitsplätze bei Zulieferern an sich, die Produktion von Komponenten soll dort aber Medienberichten nach vorläufig ohne Änderungen weitergehen.

Das VW-Werk in Bratislava stellte im vergangenen Jahr rund 390.000 Fahrzeuge her, fast die gesamte Produktion ist für den Export bestimmt.

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