Vettel droht Sperre für ein Rennen - FIA verhängt Strafpunkte

Die Montreal Niederlage gegen Mercedes ändert nichts an Ferraris Favoritenrolle für Baku

Die Rennleitung bestrafte ihn später mit einer Stop-and-Go-Strafe von 10 Sekunden. Auch die internationale Presse ätzt teilweise gegen den Deutschen.

Bislang waren die beiden Rivalen respektvoll miteinander umgegangen, nun aber zeigte Hamilton nach dem Rennen bei der Beurteilung der Szene keinerlei britische Zurückhaltung: "In dieser Situation ist er einfach ekelhaft gefahren, das war überhaupt nicht sportlich". Ähnlich analysiert der "Corriere dello Sport" den Rammstoß: "In einem chaotischen Match verliert Vettel wie ein Teenager den Kopf".

Von Einsicht und Abbitte war der 29-Jährige aber weit entfernt. "Vettel außer Kontrolle! Er hätte die schwarze Flagge sehen müssen, schließlich hat er sich ja auch wie ein Pirat benommen", hieß es in der "Daily Mail".

Doch nicht alle Medien sehen die Alleinschuld beim WM-Führenden.

Von der Begeisterung der Zuschauer war bei Hamilton und Vettel nichts zu spüren, im Gegenteil, die zwei schoben sich gegenseitig die Schuld für die Kollision zu. "Ich glaube, dass wir grundsätzlich immer noch respektvoll miteinander umgehen, nur die heutige Aktion war eben falsch", sagte Vettel und verabschiedete sich freundlich. "Bei einem Fußballspiel hätten beide Rot gesehen". Hamilton fand indes klare Worte. "Wir wissen, wie er sein kann". Der frühere Champion Damon Hill meinte: "Wenn du sowas im Straßenverkehr machst, wirst du verhaftet". Doch entscheidender ist ohnehin, was sich zwischen den derzeit besten Fahrern kurz vor dem Ende der zweiten Safety-Car-Phase abspielte, denn dies könnte das Verhältnis der beiden Kontrahenten, die bisher auffällig gut miteinander ausgekommen sind, nachhaltig beeinträchtigen. Dagegen wollte Vettel, der durch Platz vier im achten Saisonlauf nun 14 Punkte Vorsprung auf Hamilton hat, die Aufregung nicht verstehen.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff (l) hat eine Eskalation Titelkampf zwischen den Hamilton und Vettel befürchtet. "Ich denke nicht, dass es viel zu bereden gibt". Der Ferrari-Star ist so sauer, dass er links neben Hamilton fährt und den Silberpfeil absichtlich von der Seite rammt. "Dabei stellte sich heraus, dass sich Hamilton korrekt verhalten hat", teilte ein FIA-Sprecher mit.

Der unmittelbar dahinter fahrende Vettel schob daraufhin den Frontflügel seines Ferraris in das Heck des Silberpfeils. Der nur von Platz zehn gestartete Australier war durch das Chaos auf Platz fünf gespült worden, beim Restart presste er sich sehenswert an zwei Konkurrenten vorbei und war Dritter.

Seit 2014 gibt es das Strafpunktesystem.

Doch da das Safety-Car bereits die Lichter ausgemacht hatte, durfte Hamilton das Tempo vorgeben. "Irgendwann wird Lewis ihn schlagen, nicht mit dem Auto, sondern mit der Faust", sagte der Österreicher, und meinte es wohl nur halb im Scherz.

Related:

Comments

Latest news

Google bringt Mesh-WLAN-System Google Wifi nach Deutschland
In den USA ist Google Wifi seit einigen Monaten auf dem Markt, jetzt kommt es endlich auch nach Deutschland. Jedes Einzelgerät kann einzeln als Zugangspunkt oder als Teil eines Mesh-Netzwerks genutzt werden.

Jahre Harry Potter: Das Familiengeheimnis ist gelüftet!
Rowling das Buch in verschiedenen Kaffeehäusern in Edinburgh geschrieben, während ihr Baby im Wagen neben ihr schlief. Jahrhunderte später kam sein Nachfahre Henry Potter zur Welt, der aber von Freunden und Familien Harry genannt wurde.

Prinz Harry - "Ich wollte raus aus der königlichen Familie"
Dabei habe ihm sein Bruder William geholfen , denn Harry fühlte sich nach seiner Zeit beim Militär orientierungslos. Für ihn sei es die "beste Flucht" gewesen, dass er bei der Armee gedient habe, sagte Prinz Harry.

Mainz holt Bosnier Kodro - Halimi und Nedelew gehen
Die Ablösesumme soll 1,75 Millionen Euro betragen. "Er ist mit seinen 1,90 m Körpergröße ein variabler und kompletter Angreifer". Dazu kam, dass meine Nationalmannschaftskollegen aus der Bundesliga ausnahmslos sehr positiv über den Verein gesprochen haben".

In Duisburg müssen sich Polizisten gegen 250 Angreifer wehren
Eigentlich wollte sich eine Polizeistreife am Sonntagabend nur um ein falsch geparktes Auto kümmern. Da sich der Mann gegen die Personenkontrolle wehrte, sollen die Polizisten ihn festgenommen haben.

Other news