[Video] Rempler gegen Hamilton: Vettel in Baku bestraft

66. Pole-Position für Lewis Hamilton

Das hatte sich Vettel anders gewünscht, nachdem er in Baku doch ein klares Bekenntnis zur Scuderia abgegeben hatte, das viele als Ja zu einer Vetragsverlängerung verstanden, die dann wie üblich im September beim Rennen in Monza offiziell verkündet wird. Damit fehlen ihm noch zwei Pole Positions auf den Bestwert von Michael Schumacher. Vor den beiden Kampfhähnen hatte sich Valtteri Bottas mittlerweile wieder bis auf Rang 6 nach vorne gekämpft.

Red Bull-Pilot Ricciardo nutze das Chaos beim GP in Baku zum ersten Saisonsieg für die "Bullen". Für Red Bull war es der erste Sieg seit Oktober 2016. Pole und verwies dabei Teamkollege Valtteri Bottas klar auf Platz zwei. Und wer weiß, wie das Rennen ausgegangen wäre, wenn Massa beim Restart nicht geschlafen hätte, sodass Ricciardo innen vor Kurve 1 an beiden Williams vorbeigehen konnte? Es war viel Druck da, weil ich Temperatur in den Reifen bringen musste - und die hält dann auch nur für eine Runde. Als ich in die letzte Kurve gekommen bin, habe ich nur gedacht, hoffentlich reicht es.

Vettel sieht sich in der Rolle des Opfers: "Wenn ich dafür bestraft werde, sollte er auch bestraft werden". Das war nicht ideal, denn wir sind rausgefahren, als die Ampel auf Rot ging. Während der Unterbrechung hatte das Mercedes-Team dann auch noch Zeit, den Schaden am Auto zu beheben - und so kämpfte er am Ende wieder mit scharfen Waffen. "So etwas wie diese Runde heute von Lewis habe ich noch nicht gesehen". Bottas - 3. Räikkönen - 4. Vettel - 5. Die 10-Sekunden-Strafe für Vettel dämpft seinen Zorn nicht.

Doch nach dem Rennen ging es fast nur um die heftige Szene zwischen Vettel und Hamilton. Immerhin durfte er sich über Bottas zweiten Platz freuen. Auch der Brite trägt eine Mitschuld, meint der Ferrari-Pilot. "Der Kampf ist nun eröffnet", ärgerte sich Hamilton – und macht vor dem Rennen in Spielberg am 9. Juli ein Prügel-Angebot: "Wenn Sebastian zeigen will, dass er ein Mann ist, soll er aus dem Auto steigen und wir machen es von Angesicht zu Angesicht". Daniel Kwjat hatte seinen Toro Rosso mit einem Motorschaden auf der Strecke abstellen müssen. Renault-Pilot Nico Hülkenberg schied nach einem Fahrfehler aussichtsreich auf Rang sechs liegend aus. Für Pascal Wehrlein war der Aufstieg in Q2 das höchste der Gefühlte. - 20 Fahrer gestartet, 13 im Ziel, 14 klassiert. In seinem Ferrari musste vor der Qualifikation ein alter Motor eingebaut werden, nachdem ein Hydraulik-Problem entdeckt worden war. Wenn es hier kracht, kann das Rennen schnell zum Stillstand kommen, weil die Passage enorm eng ist.

Der Brite sichert sich mit einer Zeit von 1:40,593 Minuten die 66. Bereits im Rennen funkte er an die Adresse von Rennleiter Charlie Whiting: "Zehn Sekunden dafür sind ein Witz". Freien Training gar nicht erst teilnehmen. 17 Marcus Ericsson (SWE), Sauber-Ferrari. Fernando Alonso (ESP), McLaren-Honda, 59,551. Beim Belgier wurde zudem das Getriebe unplanmäßig gewechselt. Einmal im Sweet Spot, war Mercedes unschlagbar.

"Ich bin glücklich bei Ferrari, es gibt nichts, das dagegen spricht".

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