Zweites Gijon? Slowakei sauer auf deutsche U21

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Um kurz vor Mitternacht trat der Trainer der Slowakei vor die Mikrofone und machte seinem Ärger über die deutsche U21-Nationalmannschaft Luft. "Ich bin unglaublich enttäuscht".

"Das, was die Deutschen und Italiener vorgeführt haben, war eine große Schande", sagte der frühere Leverkusener Bundesliga-Profi.

Durch das 0:1 hatten es sowohl Italien als auch Deutschland ins Halbfinale geschafft.

Sowohl Deutschland als auch Italien reichte der Spielstand zum Halbfinal-Einzug, weil zeitgleich Dänemark gegen Tschechien mit 4:2 führte. Das wäre bei einem 1:1, aber auch bei einem 2:0 für die Italiener anders gewesen.

Hapal wartete vergeblich auf einen Treffer. Es ist kein Fair Play, auf ein 0:1 zu spielen. "So etwas gehört nicht zum Fußball", schimpfte er und forderte sogar Konsequenzen: "Jemand sollte etwas unternehmen, auch wenn es ein so großes Land wie Deutschland betrifft".

DFB-Sportdirektor Horst Hrubesch hatte entsprechende Fragen direkt nach Schlusspfiff deutlich zurückgewiesen. Doch an den berühmten "Nichtangriffspakt" von 1982 erinnerte das Spiel der deutschen U21 gegen Italien nicht. "Jetzt lasst mal die Kirche im Dorf. Dass man versucht, sicher zu spielen, ist glaube ich in den letzten fünf, sechs Minuten ganz normal", so sein Kommentar. Das ist ein kleiner Schock für eine so junge Mannschaft, wenn man weiß: "Wenn du noch einen kriegst, bist du auf einmal raus", sagte der Schalker Max Meyer, der mit seinem Team nun am Dienstag (18 Uhr/ARD) auf England trifft. Tatsächlich gab es ganz am Ende nicht zu überhörende Pfiffe.

In der Tat waren beide Teams lange Zeit noch zu Chancen gekommen.

Die slowakischen Gazetten reagierten dann auch mit Empörung. Die Zeitung Plus Jeden Den schrieb von der "Großen Fußball-Schande".

Sein versteckter Vorwurf: Italien und Deutschland hätten ohne weiteres Risiko gespielt. Hätte Tschechien gegen Dänemark gewonnen, wäre Italien bei diesem Ergebnis sogar ausgeschieden - und bis zu 73. Minute hielt Tschechien immerhin ein 2:2. In dieser Funktion weilt er derzeit bei der U21-EM in Polen. Obwohl - seine Sympathien sind seit Samstag klar verteilt: "Ich würde mich freuen, wenn England und Spanien ins Finale kämen".

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