Glücksspielverhalten und Gewinn der Casinos

Glücksspielverhalten und Gewinn der Casinos

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bringt alle zwei Jahre eine Studie zum Glücksspielverhalten in Deutschland heraus. Die letzte Untersuchung stammt von 2015 und weist eine grundsätzlich rückläufige Entwicklung im Vergleich zur letzten Erhebung aus. Aktuelle Daten aus 2017 sind leider noch nicht verfügbar. Laut der Studie „Glücksspielverhalten und Glücksspielsucht in Deutschland 2015“, die im März 2016 vorgestellt wurde, haben sich 2015 ca. 37,3 Prozent der Befragten an einem Glücksspiel beteiligt, 2013 waren es immerhin noch 40,2 Prozent. Von den verfügbaren Glücksspielen steht – wie zu erwarten war – die staatliche Lotterie „LOTTO 6aus49“ an der Spitze der beliebtesten Angebote, sinkt aber auch von 25,2 (2013) auf 22,7 Prozent. Und auch die Geldspielautomaten verlieren kontinuierlich an Popularität – haben sich 2013 noch 3,7 Prozent der Befragten mit den früher als „Einarmige Banditen“ bezeichneten Slots beschäftigt, waren es zwei Jahre später nur noch 2,6 Prozent. Besonders positiv: Jugendliche spielen auch immer weniger – 2015 „zockten“ 14,6 Prozent, 2013 noch 15,8 Prozent.

 Ein deutlicher Zuwachs ist aber bei jungen Männer zu verzeichnen – hier haben sich die Prozentwerte mehr als verdoppelt – 5,7% in 2013 zu 12,8% in 2015. Insgesamt spielen Männer sowieso viel öfter – und intensiver – als Frauen. Im Bereich der pathologischen Spielsucht halten sich die Werte seit Jahren stabil. Circa 0,8 Prozent der Befragten haben ein echtes Problem mit ihrem Spielverhalten und sollten sich professionelle Hilfe suchen. Weiterhin weist die BZgA auf ihrer speziellen Seite Spielen-mit-Verantwortung.de auch darauf hin, dass es Unterschiede in der „Gefährlichkeit“ der verschiedenen Glücksspiele gibt und führt auch mehrere Kriterien auf, die direkten Einfluss auf das Gefährdungspotential haben. Hier liegen stationäre Geldspielautomaten und Sportwetten klar vorne.

 Was leider (immer noch) negativ an der Untersuchung auffällt: Die Studie differenziert nicht zwischen Offline- und Online-Glücksspiel. Diese Betrachtungsweise wäre besonders interessant, denn insgesamt ist eine Zunahme der Online- und eine Abnahme der Offline-Glücksspielangebote zu beobachten, jedenfalls sprechen die Zahlen des Statistik-Portals statista in Bezug auf die Umsatzentwicklung von landbasierten und Web-Casinos im Beobachtungszeitraum von 2005 bis 2009 eine deutliche Sprache. Mittlerweile dürften die Online Casinos die Spielbanken und Automatenhallen locker abgehängt haben. Aufgrund der sehr strengen Zugangskontrollen der Online Casinos (ohne Vorlage eines gültigen Altersnachweises ist keine Anmeldung möglich – auch die mehrheitlich eingesetzten Kreditkarten als Ein- und Auszahlungsmethoden sind nur für volljährige Personen verfügbar) scheinen die webbasierten Glücksspiele besser dazustehen als die zahlreichen Spielcasinos, Automatenhallen oder andere landbasierte Anbieter.

 Wie viel Umsatz heutzutage mit den zahlreichen Online Casinos alleine in Deutschland gemacht wird, ist kaum seriös erfassbar – einerseits haben die meisten Web-Glücksspielanbieter ihren Unternehmenssitz nicht in Deutschland, sondern hauptsächlich im europäischen Ausland, andererseits ändern sich die Angebote regelmäßig und es kommen immer noch mehr Online Casinos hinzu. Als Kriterium für seriöse Glücksspielangebote im Netz gelten Lizenzen der Heimatländer der Casinos – als besonders vertrauensvoll, weil sehr streng wird eine Zulassung durch die MGA (Malta Gaming Authority) angesehen, aber auch Gibraltar und sogar Schleswig-Holstein haben schon gültige Lizenzen ausgegeben. Eine aktuelle Übersicht renommierter Online Casinos und ausführliche Tests der unterschiedlichen Anbieter und interessanter Spiele findet man auf der Seite Besteslots.de

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