Amnesty macht auf brutale Übergriffe aufmerksam

Im Südsudan missbrauchen Bürgerkriegsparteien laut Menschenrechtlern die akute Lebensmittelknappheit als Kriegswaffe.

Amnesty-Vertreter waren im Juni in die Region gereist und hatten gravierende Menschenrechtsverletzungen und Völkerrechtsverstöße dokumentiert wie Kriegsverbrechen, insbesondere durch Regierungstruppen, aber auch durch bewaffnete oppositionelle Gruppen.

Zudem plünderten sie systematisch Märkte und Häuser, wie Amnesty International in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht schreibt. Rund sechs Millionen Südsudanesen - etwa die Hälfte der Bevölkerung - haben UN-Angaben zufolge nicht genügend zu essen. "Die Streitkräfte kämpfen für die Werte der Menschlichkeit und können nicht ihre eigene Bevölkerung umbringen", sagte Militärsprecher Santo Domic Chol.

Die Region Equatoria im Süden des Landes galt früher als die Kornkammer des Südsudans.

"Beide Seiten werfen der Bevölkerung vor, den Feind zu versorgen oder vom Feind versorgt zu werden", schreibt Amnesty. Eine Sprecherin von Amnesty erklärte, es gebe dort brutale Übergriffe auf die Zivilbevölkerung. Auch würden medizinische Einrichtungen und Büros von humanitären Organisationen geplündert und verwüstet. Etliche Häuser seien in der Region niedergebrannt worden, viele Menschen seien sexuell missbraucht oder getötet worden. Spaltete der Bürgerkrieg das jüngste Land der Welt zunächst noch in zwei Konfliktparteien - wobei Regierung und Opposition den jeweils größten Bevölkerungsgruppen der Dinka und Nuer angehören - wird die ethnische Dimension des Konflikts immer stärker. Knapp eine Million Menschen sind vor der Gewalt in das Nachbarland Uganda geflohen.

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