"Wollte nie weg": Modeste erhebt schwere Vorwürfe

Anthony Modeste nimmt ein Bad in der Fan-Menge

Es war eine irre Show, die Anthony Modeste am Montagnachmittag beim Trainingsauftakt am Geißbockheim nach seinem geplatzten China-Wechsel hinlegte: Minutenlang ließ er sich von den FC-Fans feiern, verschenkte sein Trikot und seine Hose (EXPRESS berichtete). Der Franzose genoss das Bad in der Menge, schrieb noch Autogramme und posierte für Fotos, als die meisten seiner Kollegen längst unter der Dusche standen. Ich habe am Sonntag alles gesagt. "Ich muss nichts mehr sagen", sagte er nichtssagend. Auf die Nachfrage, ob er bleibe oder nun einen Wechsel nach Frankreich oder England anstrebe, gab Modeste nur seinen Standardspruch ab: "Frag Schmaddi". Wenige Minuten später erschien auch Sportdirektor Jörg Schmadtke auf dem Trainingsplatz. "Egal. Ich auch nicht". Und was für den Franzosen noch viel wichtiger sein dürfte: Die FC-Fans feierten ihn mit "Tony-Tony"-Rufen, als hätte er ihnen gerade mit einem seiner Tore den Sieg in der Europa League beschert". Modeste hält dagegen: "Es ist leicht, am Ende meine Berater zu beschuldigen". "Man muss keine Rakete sein, um festzustellen, dass dies nicht den Tatsachen entspricht", die knackige Replik von Schmadtke. Modeste wollte für 35 Millionen Euro zu Tianjin Quanjian wechseln, der FC legte nach einer wochenlangen Hängepartie aber sein Veto ein. Ich habe immer gesagt, dass ich gehen würde, wenn die Klubs sich einigen - aber nie, dass ich gehen will.

Nach einem "Gespräch von Mann zu Mann mit den Verantwortlichen" in Köln habe man ihm mündlich bestätigt, dass bereits eine Vereinbarung mit Tianjin getroffen wurde - daraufhin sei er nach China gereist, um sich die Gegebenheiten anzusehen.

Modeste hatte sich damit jedenfalls eine Privataudienz mit den Geschäftsführern Schmadtke und Alexander Wehrle eingehandelt, und so lag der Fokus der Trainings-Kiebitze so sehr auf dem "Beinahe-Chinesen", dass der erste Auftritt des Rekordtransfers Jhon Cordoba, der für 17 Millionen Euro Ablöse von Mainz 05 gekommen war, zur Nebensache geriet, und Jannes Horn, der als Versprechen für die Zukunft für sieben Millionen Euro kam, nur bei ausgebufften Autogrammjägern auf der Liste stand. Wenn er da ist, werde ich mich mit ihm beschäftigen. Der Verbleib des drittbesten Bundesliga-Torschützen der vergangenen Saison ist also längst nicht gesichert. "Er ist präsent und robust und wird unser Spiel noch variabler machen", erklärte der Österreicher.

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