Vermummte: Polizei stoppt G20-Protest "Welcome to Hell"

Bilder vom Freitagmorgen Dunkler Rauch steigt über Hamburg auf- die Ausschreitungen zum G20 Gipfel nehmen kein Ende

Hamburg - Bei der "Welcome to Hell"-Kundgebung gegen den G-20-Gipfel in Hamburg ist es am Donnerstagabend zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen". Daraufhin habe man versucht, den "Schwarzen Block" vom Rest der Demonstranten zu trennen. Später flogen Flaschen, es wurde Feuerwerk gezündet. Die Polizei hatte von Anfang mit bis zu 8000 gewaltbereiten Demonstranten gerechnet. Es gab eine zunächst nicht genau bekannte Zahl von Verletzten. Dies sei aber nicht gelungen. Gewalttäter rüsteten sich laut Polizei mit Gerüstteilen und Steinen aus und zündeten weiterhin Gegenstände an. Einige Anwohner reagierten besonnen und löschten umgehend, schrieb die Polizei auf Twitter. Vereinzelt wurden den Beamten zufolge Scheiben von Geschäften beschädigt, auch Einsatzwagen seien angegriffen worden. Die Lage sei weiter unübersichtlich. Polizeisprecher Timo Zill erklärte, man werde Vermummungen nicht dulden.

Ein Polizeipressesprecher sei bedrängt und attackiert worden und habe sich in einen Rettungswagen flüchten müssen. Die Täter versuchten nach ihren Angaben, die Tür des Rettungswagens aufzureißen und schlugen auf diesen ein. Der Sprecher blieb unverletzt.

Die Polizei forderte Unbeteiligte auf, sich vom Geschehen zu entfernen, "um den Einsatzkräften die Arbeit zu erleichtern". Am späten Nachmittag war US-Präsident Trump nach einem Besuch in Polen in Hamburg eingetroffen. Die Demonstration sollte vom Fischmarkt über die Reeperbahn bis etwa 300 Meter an die Messehallen heran gehen. Keine andere Demonstration darf dem G20-Tagungsort in den Messehallen näher kommen. Die Polizei hat mit Wasserwerfern die "Welcome to Hell"-Demo aufgelöst".

Unterdessen wies das Hamburgische Oberverwaltungsgericht am Donnerstag mehrere Beschwerden der globalisierungskritischen Organisation Attac zurück. Deren Demonstrationen in der Hamburger Innenstadt am ersten G20-Gipfeltag bleiben damit vorerst verboten. Die Antragsteller können noch Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht einreichen.

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