Im ersten Halbjahr nur noch 90.000 Asylsuchende

Im ersten Halbjahr nur noch 90.000 Asylsuchende

Berlin (dts) - Im ersten Halbjahr 2017 sind insgesamt 90.389 Asylsuchende in Deutschland registriert worden: Im ersten Halbjahr 2016 waren noch etwa doppelt so viele Asylsuchende nach Deutschland gekommen, im zweiten Halbjahr 2015 sogar mehr als achtmal so viele, teilte das Bundesinnenministerium am Freitag mit.

Entschieden habe das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) von Januar bis Juni über gut 408.000 Anträge - was 44 Prozent mehr waren als im selben Zeitraum des Vorjahres. Seit der Schließung der Balkan-Route und dem Flüchtlingsdeal zwischen der EU und der Türkei ist die Zahl der Schutzsuchenden, die es bis nach Deutschland schaffen, enorm zurückgegangen.

Die meisten Menschen kamen aus Syrien mit 22.320 Asylsuchenden, gefolgt von Irak (9283), Afghanistan (6316), Eritrea (5671) und dem Iran (3987). Die Anzahl der offenen Fälle wurde damit im ersten Halbjahr 2017 deutlich abgebaut, wie das Innenministerium mitteilte. Die Zahl der beim Bundesamt gestellten förmlichen Asylanträge lag demnach im ersten Halbjahr 2017 bei rund 111.600 - rund 72 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2016. Das Bundesamt habe im ersten Halbjahr so viele Asyl-Entscheidungen getroffen wie nie zuvor innerhalb von sechs Monaten.

Neben dem Abbau anhängiger Verfahren liege jetzt ein besonderer Schwerpunkt darauf, die Qualitätssicherung voranzutreiben.

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