Er wollte Gummibärchen vergiften! Lidl-Erpresser muss ins Gefängnis

Gift-Opa Werner F. mit seinem Anwalt Thomas Ohm bei Prozessauftakt vor zweieinhalb Wochen

Bonn - Wegen versuchter Erpressung des Süßwarenherstellers Haribo und der Supermarktketten Lidl und Kaufland hat das Landgericht Bonn einen Rentner zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt.

Der 74-Jährige hatte dem Urteil zufolge zunächst Lidl mit der Vergiftung von Lebensmitteln gedroht. Nicht nur vom Bonner Süßwaren-Hersteller, auch von den Supermarkt-Ketten Lidl und Kaufland hatte der Senior Bitcoins gefordert, eine Internetwährung. Gegenwert: rund zwei Millionen Euro.

Das Motiv seien seine Altersarmut und Schulden gewesen. Als er im Herbst 2016 nur noch 3,41 Euro in der Börse hatte, habe er den Plan gefasst, jammerte der Gift-Opa. Verletzt wurde dadurch niemand. Zum Glück war das im Darknet bestellte Gift nie bei Werner F. angekommen.

Der Rentner sei sehr raffiniert vorgegangen, so der Richter. Erst kurz vor Weihnachten sei der entscheidende Fehler unterlaufen.

Dank seiner IP-Adresse und Fotos aus der Postfiliale, wo F. die Erpresserschreiben aufgegeben hatte, kamen die Ermittler dem perfiden Erpresser schließlich auf die Spur.

Noch am gleichen Abend wurde F.s Haus durchsucht, wurden Einlieferungsbelege der Erpresserbriefe gefunden. Am vergangenen Heiligabend wurde der Dortmunder in Würzburg festgenommen. Er werde trotzdem Revision einlegen, so Ohm.

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