Siemens: Gasturbinen auf die Krim gebracht

Turbinen von Siemens sollen nicht

Sie habe ein Vorprüfungen aufgenommen, teilte die Behörde am Montag auf Anfrage mit. Nach Informationen des Konzerns wurden zwei verkaufte Gasturbinen auf die Krim weitertransportiert. Lieferungen auf die von Russland annektierte Krim-Halbinsel verstoßen gegen die von der EU und den USA verhängten Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Der Münchner Technologiekonzern steht in der Kritik, weil zwei eigentlich für ein Kraftwerk auf der südrussischen Halbinsel Taman bestimmte und gelieferte Gas-Turbinen nun auf die Krim weitergeleitet wurden. Der Konzern hatte eine Klärung der Vorwürfe in Auftrag gegeben, erste Ergebnisse liegen nun vor. "Dieses Vorgehen stellt einen klaren Bruch der Lieferverträge mit Siemens dar", betonte das Unternehmen am Montag in München. Das Unternehmen will deshalb nicht nur Strafanzeige erstatten, sondern auch auf Einhaltung der Verträge klagen. Denn ursprünglich waren die Turbinen für ein Gaskraftwerk auf der Halbinsel Taman in der russischen Region Krasnodar, wenige Seemeilen entfernt von der Krim, vorgesehen gewesen. Andernfalls müsse der Vertrag rückabgewickelt werden.

Ein Insider aus dem Umfeld von Siemens behauptete laut n-tv.de, dass die beiden Turbinen von russischer Seite umgebaut und "zusammen mit elektrischem Equipment aus den USA" in einem russischen Hafen gelagert worden seien. Die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete unter Berufung auf TPE (TechnoPromExport), die Siemens-Turbinen seien "in russischen Werken von russischen Ingenieuren modernisiert" worden. Von wem sie gekauft wurden und wer sie umgebaut haben soll, telte TPE nicht mit. Der russische Präsident Wladimir Putin benötigt die Anlagen dringend, um sein Versprechen zu erfüllen, die Stromversorgung auf der ukrainischen Krim sicherzustellen. Weil Technopromexport gegen eine Abmachung zwei Turbinen auf die Krim bringt, steht der deutsche Konzern unter Verdacht, die Russland-Sanktionen zu unterlaufen. Dies gelte auch für die Siemens-Minderheitsbeteiligung Interautomatika. Die Bundesregierung mahnte Siemens: "Es liegt in der Verantwortung des Unternehmens, dass Exportgesetze und Sanktionen eingehalten werden", sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Berlin.

Nach Angaben von Reuters sei auf der Krim fest mit Siemens-Turbinen geplant worden. "Ohne die nötigen Komponenten und das Know-how sollte es von russischer Seite nicht möglich sein, das Kraftwerk mit den beiden Turbinen auf der Krim aufzubauen".

Zudem sei der Fall auf diplomatischer Ebene in Moskau vorgebracht worden, sagte der Insider. Das Geld dafür hatte Siemens bekommen.

Related:

Comments

Latest news

Volleyballerinnen feiern Erfolg beim Grand Prix
Deutschland trifft zum Abschluss des ersten Vorrundenturniers am Sonntag auf Gastgeber Bulgarien (19.10 Uhr). Die deutschen Volleyballerinnen haben beim Start in ihr Mammutprogramm eine Enttäuschung erlebt.

Sie tun es schon wieder: Zweites Rechenzentrum Apples in Dänemark geplant
Stannow begründete den Bau einer zweiten Anlage vor allem damit, dass das dänische Stromnetz zuverlässig und ausfallsicher sei. Das erste Rechenzentrum wird im Laufe dieses Jahres eröffnet werden und das zweite Zentrum soll im Jahr 2019 ans Netz gehen.

Geldnot seit 16 Jahren? Warum Boris Becker trotzdem Grund zur Hoffnung hat
Zum Jahresende 2006 schuldete Becker Hans Dieter Cleven bereits 15,8 Millionen Euro, 2007 waren es 18,2 Millionen. Oder um bei Boris Becker zu bleiben: Wieder einmal gibt es neue Hinweise auf die Geldprobleme der Tennis-Legende.

Mehr als 40 Mitarbeiter von zwei Universitäten in Türkei festgenommen
42 Mitarbeiter von zwei Istanbuler Universitäten wurden am Montag festgenommen, wie die Nachrichtenagentur DHA berichtete. Insgesamt wurden demnach 72 Haftbefehle gegen Akademiker in Istanbul ausgestellt.

Online Casinos – wie finde ich einen guten Anbieter?
Deshalb sollte man sich vorab ein wenig informieren und sich überlegen, welche Spiele einen besonders interessieren. Viele Online Casinos bieten die Möglichkeit das Spielangebot in Teilen kostenlos vorab zu testen.

Other news