US-Bomber fliegen Manöver nahe Nordkoreas Grenze

US-Bomber vom Typ B-1B Lancer

Die Langstreckenbomber seien am Samstag bis an die militärische Demarkationslinie zwischen den verfeindeten koreanischen Staaten herangeflogen, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Verteidigungskreise.

Die zehnstündige Übung mit den beiden Überschallmaschinen vom Typ B-1B Lancer sei eine Reaktion auf Nordkoreas jüngsten Test einer ballistischen Interkontinentalrakete und auf das Atomwaffenprogramm des Landes, teilte das US-Militär mit.

"Nordkoreas Vorgehen ist eine Bedrohung für unsere Verbündeten, Partner und für unser Heimatland", erklärte US-Luftwaffengeneral Terrence O'Shaughnessy. Bei ihrer Übung haben die Kampfflugzeuge Luftanschläge auf nordkoreanische Stellungen simuliert. Auf dem Rückweg zu ihrem Stützpunkt auf der Pazifikinsel Guam flogen die Langstreckenbomber demnach im Verbund mit F2-Kampfjets der japanischen Luftwaffe.

"US-Bomber und Kampfjets Südkoreas sind nur zwei von vielen tödlichen militärischen Optionen, die wir zur Verfügung haben", sagte der Vize-Befehlshaber der amerikanischen Streitkräfte Korea (USFK).

Die USA hatten in der Vergangenheit bereits mehrfach Bomber über Südkorea fliegen lassen. Die ursprünglich für die Beförderung von Atomwaffen konzipierte B-1 wurde später entsprechend umgerüstet.

Nordkorea hatte am Dienstag erstmals eine Interkontinentalrakete getestet. US-Präsident Donald Trump drohte Machthaber Kim Jong Un daraufhin mit einer harten Reaktion. Seine Regierung befürchtet unter anderem, dass das isolierte Land Langstreckenraketen mit Atomsprengköpfen baut, die US-Territorium erreichen können.

Erst am Freitag hatte US-Außenminister Rex Tillerson am Rande des G-20-Gipfels Geduld im Konflikt mit Nordkorea angemahnt.

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