Handelskonzern Metro teilt sich in zwei Unternehmen

Den Namen Metro wird es auch weiter geben. Er wird künftig von dem aus der Spaltung hervorgegangenen Lebensmittelspezialisten genutzt zu dem neben den Metro-Großmärkten auch die Real-Supermärkte gehören

Damit wurden Lebensmittelhandel und Elektronikanbieter voneinander getrennt. Das Amtsgericht Düsseldorf hat die Spaltung am Mittwoch ins Handelsregister eingetragen. Da war es nicht besonders verwunderlich, dass die Aktionäre der Idee zu einer Aufspaltung in die beiden großen Produktbereiche zum Jahresbeginn fast schon einstimmig zustimmten. "Wir sind am Ziel: Die Spaltung der Metro Group ist vollzogen", sagte Metro-Chef Olaf Koch. "Ein historischer Tag - für unsere Aktionäre, Mitarbeiter und Kunden".

Der Handelsriese Metro hat die letzte Hürde auf dem Weg zu seiner Aufspaltung genommen. Diese wird als Nachfolgerin der alten Metro im MDAX gehandelt werden. Koch hatte die Pläne für das Ende des weit verzweigten Handelsriesen im März 2016 erstmals vorgestellt, nun gehen zwei neue Unternehmen auf die Reise.

Einerseits entsteht ein Lebensmittelhändler mit rund 37 Mrd.

Den Namen Metro wird es auch weiter geben. Denn in der neuen Metro sind nach Berechnungen der Commerzbank 80 Prozent des im Streubesitz befindlichen Börsenwertes der alten Metro gebündelt, nach Berechnungen anderer Häuser sind es 60 Prozent.

Die Börsenzulassung der Aktien der neuen Metro an der Börse Frankfurt und der Börse Luxemburg erfolgt im Laufe des Tages. Euro Jahresumsatz und mehr als 150.000 Mitarbeitern in 35 Ländern.

Die neuen Konzerne sollen sich nach dem Willen Kochs auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.

In den ersten Handelstagen könnte die Aktie der Metro AG erst einmal unter Druck geraten: Anleger, die in ihren Portfolios Indizes nachbilden, dürften sie erst einmal aussortieren. Auch Zukäufe würden erleichtert. Der alte Rechtsmantel wird vielmehr der an Börsenwert kleineren Ceconomy umgehängt, hinter der sich der Elektronikhandel Media Markt/Saturn verbirgt. Ceconomy sei ein Start-up mit einem Milliarden-Umsatz.

Gegen die Aufteilung hatte sich Media-Saturn-Minderheitseigner Erich Kellerhals gestemmt. Er fürchtete, dass sein Einfluss in der neuen Holding schwindet. Noch anhängige Klagen gegen die Aufteilung gehen nun den Rechtsweg, stehen der Spaltung aber nicht mehr entgegen. "Wir wollen auch eine aktive Rolle in der europäischen Marktkonsolidierung spielen", so Haas. Doch bei Ceconomy hat Kellerhals anders als bei Media-Saturn wenig Macht - sein Anteil an der Holding sei verschwindend gering, sagte Haas.

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