Janet Yellen vor US-Kongressausschuss

Gary Cohn ehemaliger Top Manager bei Goldman Sachs

Bis zur Rede von Fed-Chefin Janet Yellen am Nachmittag vor dem zuständigen Ausschuss des Repräsentantenhauses dürften die Anleger am Mittwoch in Deckung bleiben. Die Dollar-Wächter hatten zudem eine weitere Erhöhung in diesem Jahr in Aussicht gestellt. Sollten die künftigen Konjunkturdaten weiterhin eine starke Entwicklung am Arbeitsmarkt bestätigen und sich der Wirtschaftsaufschwung stabilisieren, wäre ein baldiger Beginn einer schrittweisen Reduzierung der Bilanzsumme angemessen.

US-Notenbankchefin Janet Yellen signalisiert angesichts der robusten Konjunkturentwicklung eine Fortsetzung ihres Kurses gradueller Zinserhöhungen. Gleiches gilt für das Versprechen, dass die Federal Reserve wahrscheinlich noch dieses Jahr mit dem Abbau ihrer im Zuge der Finanzkrise aufgeblähten Bilanz beginnen werde.

In Tokio lag der Nikkei-Index am Mittwoch 0,5 Prozent im Minus. Zum genauen Zeitpunkt äußerte sich Yellen bislang aber nicht. Schon am Dienstag hatte sich der Dax nur noch in engen Spannen bewegt und war mit 12.437 Punkten nahezu unverändert aus dem Handel gegangen. "Die Marktteilnehmer scheinen nach den jüngsten Aussagen mit einer vorsichtigen Gangart der Fed bei den Zinsen zu rechnen", sagte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg.

Die heutige Anhörung vor dem US-Kongress könnte einer der letzten Auftritte dieser Art für Janet Yellen gewesen sein, denn eine zweite Amtsperiode Yellens als US-Notenbankchefin wird dem Magazin "Politico" zufolge immer unwahrscheinlicher. "Gary wird es, wenn er es will, und ich glaube, dass er es will", wurde ein namentlich nicht genannter Republikaner zitiert.

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