Berlin und Paris wollen zusammen europäischen Kampfjet entwickeln

Merkel in Paris

Deutschland und Frankreich wollen gemeinsam einen europäischen Kampfjet entwickeln. So soll geprüft werden, ob eine gemeinsame Beschaffung eines neuen Kampfpanzers und eines Seefernaufklärers machbar sei. "Aber wir haben keine Angst vor Revolutionen". Laut eines Abschlussdokuments des Ministerrats soll das neue Kampfflugzeug langfristig die "aktuellen Kampfflugzeug-Flotten" beider Länder ersetzen. Das erklärten Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel nach dem Treffen in Paris.

Derzeit verwendet die Bundeswehr unter anderem den Eurofighter, Frankreich vor allem die Rafale als Kampfflugzeug. Dieser machte aufgrund technischer Probleme, etwa wegen Materialmängeln, zuletzt immer wieder Negativschlagzeilen. Neben gemeinsamen Kampfjets könnte es auch deutsch-französische Panzer und Aufklärer geben. Der Leopard 2 wird von KMW gebaut, Teile werden von Rheinmetall zugeliefert. Nach dem Antritt von Macrons Regierung sei Deutschland bereit, die Zusammenarbeit "mit neuem Elan" zu aktivieren, so Merkel nach dem Ministerrat. Deutschland nutzt bisher die Panzerhaubitze 2000 von KMW und Rheinmetall. Die Vorhaben sollten auch anderen europäischen Staaten offenstehen.

Deutschland und Frankreich wollen noch enger kooperieren. An dem Programm sind auch Spanien und Italien beteiligt.

Zudem peilten die Nachbarn eine Vereinheitlichung der verschlüsselten Kommunikation ihrer Armeen an, damit die Soldaten direkt miteinander reden könnten und Zugriff auf gemeinsame Daten hätten. Die Cyber-Kommandos der deutschen und französischen Streitkräfte sollen ebenfalls enger zusammenarbeiten.

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