Formel 1: Hamilton holt zu Gegenschlag aus

Lewis Hamilton

Ausgerechnet Lokalmatador Lewis Hamilton hat die große Formel-1-Show auf dem berühmten Trafalgar Square in London geschwänzt. Vettel sieht in den vielen schnellen Kurven einen Vorteil für sich, denn in diesem Bereich sei das eigene Auto besonders stark, betonte der 45-malige Grand-Prix-Sieger: "In den Kurven kann man wirklich fühlen, was die Autos leisten können".

Denn das Home of British Motor Racing ist das Reich des britischen Mercedes-Stars: 2008, 2014, 2015 und 2016 gewann der 32-Jährige vor seinen Fans.

"Ich kann es kaum erwarten", sagt Lewis Hamilton. Mit seinem zweiten Saisonsieg knabbert sich zudem Valtteri Bottas (136 Punkte) langsam aber sicher an die beiden Streithähne heran.

Zuerst die Nackenstütze in Aserbaidschan, dann der Getriebewechsel in Österreich - immerhin rettete Hamilton im WM-Duell mit Vettel in den jüngsten Rennen noch die Plätze fünf und vier. Den bis dato letzten Sieg feierte Hamilton zuvor in Montréal - wie Silverstone eine der Paradestrecken des Briten. Sein Rennstall steht nun in der Pflicht.

Mercedes will dafür die Grundstein legen. "Denn 20 Punkte Vorsprung ist schon ein Haufen", sagte der dreimalige Weltmeister mit Blick auf den Rückstand in der WM.

Für Mercedes heißt das laut Aufsichtsrat Niki Lauda: "Ohne Ende nachlegen". "Jetzt ist es an der Zeit, zurückzuschlagen", sagte Wolff: "Hoffentlich wird das in Silverstone passieren, denn es wird Zeit, dass das Momentum wieder kippt". Bottas (27) ist Dritter mit 35 Punkten Rückstand auf den viermaligen Weltmeister Vettel.

Der Deutsche hat dagegen seinen finnischen Teamkollegen Kimi Räikkönen sicher im Griff. Der 30-Jährige würde damit zu Juan-Manuel Fangio aufschließen und wäre nur noch zwei Titelsiege von den lange unerreichbar scheinenden sieben WM-Triumphen seines großen Vorbildes und Landsmannes Michael Schumacher entfernt.

Zuletzt in Spielberg hatte Valtteri Bottas die Pole geholt und das Rennen knapp vor Vettel gewonnen. Danach fuhren Räikkönen in seinem WM-Titel-Jahr 2007 und der Spanier Fernando Alonso 2011 weitere Siege für die "Scuderia" auf dem 5,891 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitskurs ein.

"Ich sage immer, dass Silverstone eine der besten Strecken im Jahr ist".

London. Das Bad in der begeisterten Fanmenge kam für Sebastian Vettel genau richtig. In Russland. "Ich glaube, wir können im Qualifying noch ein bisschen zulegen", sagte Vettel vor dem Großen Preis von Großbritannien an diesem Wochenende: "Da scheint Mercedes in der Lage zu sein, mehr Leistung abzurufen". Denn eines will Vettel nicht schon wieder nach seinem viel diskutierten Rempler in Baku gegen Hamilton und der Fehlstartdiskussion über Bottas: schlechte Laune.

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