Deutschland schiebt zweiten Göttinger Gefährder nach Algerien ab

Deutschland schiebt zweiten Göttinger Gefährder nach Algerien

Die Abschiebung des 28-Jährigen hatte sich wochenlang hinausgezögert.

Nach Angaben der Behörden ging von beiden Männern die Gefahr eines Anschlags aus.

Der zweite in Göttingen festgenommene Gefährder, ein 23-jähriger Nigerianer, war bereits Anfang April abgeschoben worden.

Die Polizei hatte den Algerier sowie einen 22-jährigen Mann aus Nigeria im Rahmen einer Großrazzia im Februar zunächst in Gewahrsam genommen, weil sie von der Gefahr eines möglicherweise bevorstehenden terroristischen Anschlags ausging. Die Sicherheitsbehörden hatten den Männern vorgeworfen, sich in der radikal-islamistischen Szene bewegt und einen Terroranschlag geplant zu haben. Sie hätten mehrfach Gewalttaten unter Einsatz von Waffen angekündigt. Angehörige des Mannes berichteten, die Abschiebung sei erfolgt, ohne dass die in Deutschland lebende Familie und die mit dem Fall befasste Rechtsanwältin informiert worden seien. Das hat das Niedersächsische Innenministerium mitgeteilt.

Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte die Anordnung in beiden Fällen. Mit Blick darauf, dass Niedersachsen als erstes Bundesland mit der Anwendung des Paragraf 58a des Aufenthaltsgesetzes bei der Bekämpfung islamistisch-terroristischer Gefahren das Ausländerrecht erfolgreich genutzt habe, äußerte sich Pistorius weiter: "Wir werden in Niedersachsen auch zukünftig alle uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausschöpfen, um die Menschen vor islamistischem Terrorismus zu schützen".

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