Djokovic nach Nadal-Krimi erst am Dienstag im Achtelfinal-Einsatz

Novak Djokovic freut sich auf Tomas Berdych

Nach seiner verletzungsbedingten Aufgabe im Viertelfinale von Wimbledon erwägt der ehemalige Weltranglistenerste Novak Djokovic eine längere Pause. Auch Titelverteidiger Andy Murray war in seinem Viertelfinale gegen den Amerikaner Sam Querrey sichtbar angeschlagen und verlor in fünf Sätzen 6:3, 4:6, 7:6 (7:4), 1:6, 1:6. Trainer Ivan Lendl saß mit versteinertem Gesicht hinter der dunklen Sonnenbrille auf der Tribüne, Murrays schwangere Frau Kim Sears pustete kräftig durch. "Es ist traurig, dass es vorbei ist", sagte Murray, "es ist eine enttäuschende Niederlage, vor allem hier in Wimbledon".

In den Viertelfinals trifft Djokovic am Mittwoch auf den Tschechen Tomas Berdych (ATP 15), den Wimbledon-Finalisten von 2010. Die Nummer eins der Welt, Murray, musste sich Querrey mit 6:3 4:6 7:6 (7/4) 1:6 1:6 geschlagen geben. Der 29-jährige Querrey zog als erster US-Amerikaner seit Andy Roddick 2009 in das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers ein. Ein Jahr nach seinem Drittrunden-Erfolg gegen den damaligen Titelverteidiger Djokovic erwies sich der Kalifornier auf dem Heiligen Rasen wieder einmal als wahrhaftiger Favoritenschreck.

"Dass Wimbledon, dass ein Grand Slam so zu Ende geht, ist unglücklich". Der Kroate gewann gegen Nadal-Bezwinger Gilles Muller ebenfalls in fünf Sätzen."Ich bin noch ein bisschen geschockt, ein Traum ist wahr geworden", sagte Querrey. "Die Schmerzen ließen nicht nach, sie wurden im Laufe eines Tages immer mehr". "Es fühlt sich großartig an".

Berdych bekommt es nun mit dem Topfavoriten Federer zu tun.

Der Schweizer bestand als einziger der Favoriten seine Bewährungsprobe mit Bravour und fertigte den Kanadier Milos Raonic mit 6:4 6:2 7:6 (7/4) ab. Die fünfmalige Turniersiegerin Williams kam in ihrem 100. Einzel-Match in Wimbledon zu einem 6:3, 7:5 gegen die French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko aus Lettland. Mit einem achten auf dem Heiligen Rasen würde er sich zum alleinigen Wimbledon-Rekordhalter in der Geschichte des Profitennis vor Pete Sampras krönen. "Je mehr ich spiele, desto schlimmer wird es", sagte der dreimalige Wimbledon-Champion. Mit seinem zwölften Halbfinal-Einzug an der Church Road übertraf er auch Jimmy Connors.

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