Donald und Melania Trump zu Besuch in Paris

Trump salutiert Macron applaudiert Flankiert von ihren Gattinnen nehmen die beiden Staatspräsidenten die Militärparade in Paris

Man habe in der Geschichte zuverlässige Verbündete gefunden, die dem Land zur Hilfe geeilt seien, sagte Macron bei der Militärparade zum Nationalfeiertag in Paris. Die Amerikaner kämpften damals an der Seite Frankreichs gegen Deutschland.

US-Präsident Donald Trump (l-r), die First Lady der USA, Melania Trump, der französische Präsident Emmanuel Macron und Brigitte Macron besuchen im Invalidendom das Grab von Napoleon Bonaparte. Bei der Parade wird auch an den Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg vor 100 Jahren erinnert. Allerdings hat Macron das traditionelle Interview abgesagt - und damit war von ihm am Freitag auch nicht zu erfahren, ob sich hinter dem Spektakel der Militärparade mit den Hubschraubern, den Kampfjets sowie den mehr als 3700 Soldaten und 200 Militärfahrzeugen nicht ein handfester Streit ums Geld mit dem militärischen Oberbefehlshaber der französischen Streitkräfte, General Pierre de Villiers, verbirgt.

Für die Frauen Brigitte Macron und Melania Trump ging es derweil weiter mit der Stadtrundfahrt auf der Seine. Macron gab sich alle Mühe, den US-Präsidenten trotz dessen Differenzen mit anderen westlichen Staatschefs nicht als isoliert dastehen zu lassen. "Mein Wunsch ist, ihn letztlich überzeugen zu können", sagte Macron mit Blick auf seine bevorstehenden Gespräche mit Trump über den Klimaschutz. Daraufhin rief Macron den Militärchef mit den Worten zur Ordnung, es sei "unwürdig, gewisse Debatten in der Öffentlichkeit auszubreiten". "Die Freundschaft zwischen unseren beiden Nationen und uns selbst ist unzerbrechlich", sagte Trump. Ein Foto, das vor einem gemeinsamen Abendessen im Eiffelturm aufgenommen worden war, kommentierte er mit den Worten: "Das Verhältnis zu Frankreich ist so stark wie nie". Bei einem Arbeitstreffen im Élyséepalast hatten sie am Donnerstag ein gemeinsames Vorgehen im Anti-Terror-Kampf und gegen Dumping auf dem Weltmarkt vereinbart.

Politische Meinungsverschiedenheiten wie beim Klimaschutz rückten sie in den Hintergrund.

Trump äußerte sich auch zur Affäre um die dubiosen Russland-Kontakte seines Sohnes. Und Trump, dem ein Faible für Uniformen nachgesagt wird, hat offenbar mit seiner Zusage nicht lange gezögert. Ausfälle gab es bei dem Treffen - bis auf einen kritisierten Spruch Trumps zur Figur von Brigitte Macron - keine. Am Nationalfeiertag vor einem Jahr war am späten Abend ein junger Tunesier mit einem 19 Tonnen schweren Lastwagen über die Strandpromenade gerast. Wegen des symbolischen Datums war die Attacke auch als Angriff auf Frankreich und seine Werte verstanden worden.

Dass Macron ein Meister im Herstellen persönlicher Bindungen ist, hat er schon vor seiner Wahl zum Präsidenten im Mai gezeigt. Im April war auf der Prachtstraße ein Polizist getötet worden. In Frankreich gilt nach mehreren islamistischen Anschlägen weiterhin der Ausnahmezustand.

Related:

Comments

Latest news

71-jährige Fußgängerin wird von Lkw mitgeschleift und stirbt
Neuötting - Eine 71 Jahre alte Rentnerin ist in Neuötting (Landkreis Altötting) bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt worden. Ein Sattelzug habe die Frau am Mittwochabend erfasst und mehrere Meter mitgeschleift, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Ermittlungsverfahren gegen Polizisten nach G20-Einsatz in Hamburg
Nach Angaben der Innenbehörde würde erfahrungsgemäß die Anzahl der Ermittlungsverfahren in den nächsten Tagen weiter steigen. Beim Verwaltungsgericht Hamburg haben laut Zeitungbericht zwei Demonstranten Klage gegen die Polizeimaßnahmen eingereicht.

Kreuzberger Yorck-Kino soll abgerissen werden
In unbestätigten Berichten heißt es, dass er sämtliche Wohnungen hochwertig sanieren und in Eigentumswohnungen umwandeln wolle. Das Yorck-Kino in der Yorckstraße in Berlin soll abgerissen werden - zumindest wenn es nach den Plänen des Hausbesitzers geht.

IS bekennt sich zu Anschlägen auf das Parlament in Teheran
Ein Dritter Angreifer wurde verhaftet, dennoch ist vom IS bisher keine offizielle Verlautbarung getroffen worden. Der iranische Geheimdienst sprach von Terroranschlägen, ohne jedoch direkt den IS zu erwähnen.

Online Casinos – wie finde ich einen guten Anbieter?
Deshalb sollte man sich vorab ein wenig informieren und sich überlegen, welche Spiele einen besonders interessieren. Viele Online Casinos bieten die Möglichkeit das Spielangebot in Teilen kostenlos vorab zu testen.

Other news