Großzügige Menschen sind glücklicher

Hirnforscher haben herausgefunden warum Großzügigkeit glücklich macht. Quelle dpa

Und bereits das feste Versprechen, freigiebiger zu sein, löst eine Veränderung im Gehirn aus, die uns glücklicher macht. "Darüber hinaus konnten wir aber auch zeigen, wie unser Gehirn diese Verknüpfung herstellt". Zudem veränderte sich der Studie zufolge die Verbindung dieses Areals mit dem sogenannten ventralen Striatum. Trotzdem ist es für viele Menschen völlig normal zu helfen, wohl auch, weil sie auf lange Sicht selbst davon profitieren. Aber was treibt diese Großzügigkeit an?

Die Forscher sehen darin einen Beleg dafür, dass es einen Zusammenhang zwischen großzügigem Verhalten und Glücksgefühlen gibt. Denn die Erkenntnisse können genutzt werden, um persönliche Glücksgefühle zu fördern. Manche Menschen sind deutlich großzügiger als andere - und damit auch glücklicher. Direkt im Anschluss an ihr Versprechen wurden sie unvermittelt gebeten, an einer weiteren Untersuchung teilzunehmen. Eine Hälfte sollte dieses Geld für sich ausgeben und sich konkret überlegen wie.

Erst danach begann das eigentliche Experiment. Außerdem wurden sie vorher und nachher nach dem Grad ihres Glücklichseins gefragt.

Großzügige sind glücklicher Das interessante Ergebnis: Die Probanden der "Großzügigen"-Gruppe teilten im Folgetest nicht nur bereitwilliger". Sie fühlten sich auch glücklicher dabei. Die andere Hälfte, die als Kontrollgruppe diente, sollte das Geld ausschließlich für sich selbst ausgeben.

Bei den Probanden aus der großzügigen Gruppe fanden sie eine erhöhte Aktivität im temporo-parietalen Übergang, einem Gehirnareal, das schon häufig mit großzügigem Verhalten in Zusammenhang gebracht worden sei, sagt Park. "Angesichts der Tatsache, dass die Teilnehmer zu diesem Zeitpunkt das Geld weder bekommen noch es ausgegeben hatten, ist dies bemerkenswert".

Ob eine Essenseinladung an einen Freund, ein Geschenk für den Partner oder eine Spende an einen Bettler - die Studie legt den Schluss nahe, dass das Gehirn Großzügigkeit mit Glücksgefühlen verknüpft. Sie mussten Entscheidungen fällen, bei denen wiederum Großzügigkeit eine Rolle spielte, die HIrnaktivität wurde dabei aufgezeichnet. Eine mögliche Motivation, die uns dennoch dazu antreibt großzügig gegenüber anderen zu sein, ist eine Steigerung des eigenen Glücksgefühls. Dieses ist eng mit dem Belohnungszentrum verknüpft und reagiert immer dann, wenn wir uns etwas Gutes tun – oder einem anderen, wie sich nun zeigt. Nach der Aufgabe gaben sie zudem an, glücklicher zu sein als die Kontrollgruppe. "Im Alltag unterschätzen die meisten Menschen demnach die Verbindung zwischen Großzügigkeit und Glück – und übersehen damit die Vorteile des prosozialen Gebens". Das könne weitreichende Folgen für die Gesellschaft haben.

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