Kreuzberger Yorck-Kino soll abgerissen werden

Neben dem Yorck Kino soll auch das denkmalgeschütze Ensemble

Berlin - Die Hauptstadt kann stolz auf viele Traditionshäuser sein, worunter auch das Mutterhaus der Yorck-Kinogruppe an der gleichnamigen Yorckstraße zählt.

Das Yorck-Kino in der Yorckstraße in Berlin soll abgerissen werden - zumindest wenn es nach den Plänen des Hausbesitzers geht. Gemäß den Plänen aus dem Vorbescheidsantrag wird das Kino mitsamt einem Nebenhaus durch einen Neubau mit Wohnungen und einer Tiefgarage ersetzt. Immerhin bietet der Besitzer die Möglichkeit an, dass das Kino in den Neubau einziehen könnte, jedoch wäre dies mit dem traditionsreichen Altbau nicht zu vergleichen.

Der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung liege demnach ein Vorbescheidsantrag vor.

Die Senatorin für Stadtentwicklung Katrin Lompscher (Linke) sagte dem "rbb", dass Experten ihrer Behörde den Widerspruch noch bearbeiten.

Neben dem Yorck-Kino soll auch das denkmalgeschütze Ensemble "Riemens Hofgarten" zu Wohnungen und Gewerberäume ausgebaut werden.

Einen ersten Strich durch die Rechnung des Besitzers hat bereits der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gemacht. Die Senatsverwaltung prüft im Laufe des Sommers die Angelegenheit. Wild beklagte den Verlust von Wohnqualität und Kiezkultur an der Yorkstraße, die mit dem Neubau "höchstmöglicher Rendite" geopfert würden. Sie sagte auch, sie sei privat gerne dort und wünsche sich, "dass das Yorck-Kino bleibt und die Riehmers Hofgärten als solche erkennbar bleiben". Der Gebäudekomplex zwischen Yorckstraße und Hagelberger Straße wurde zwischen 1881 und 1899 erbaut. Er besteht aus rund 300 Wohnungen in 20 Häusern. Heute gehört es drei Parteien. Die gesamte Front zur Yorckstraße ist Eigentum eines türkischen Investors. In unbestätigten Berichten heißt es, dass er sämtliche Wohnungen hochwertig sanieren und in Eigentumswohnungen umwandeln wolle.

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