US-Großbanken verdienen Milliarden

Morgan Stanley Citi und Wells Fargo glänzen

Die US-Großbanken JPMorgan Chase, Citigroup und Wells Fargo haben im zweiten Quartal besser verdient als erwartet.

Flaute herrschte hingegen in der Handelssparte, zuvorderst beim Geschäft mit Anleihen. Der lukrative Handel mit Wertpapieren, Rohstoffen und Devisen warf weniger ab, doch dafür sprudelten die Einnahmen im Privat- und Firmenkundengeschäft. Das geht aus einem veröffentlichten Finanzberichten hervor.

Die Bank erzielte unter dem Strich einen Gewinn von 7,03 Milliarden US-Dollar nach 6,2 Milliarden im Vorjahreszeitraum. "Den US-Konsumenten geht es gut", sagte Bankchef Jamie Dimon. Das zeige sich im Privatkundengeschäft. Kredite und Spareinlagen wüchsen, zudem wickle die Bank mehr Transaktionen für Einzelhändler ab, und Kunden nutzten ihre Kreditkarten häufiger.

Auch die Citigroup konnte ein deutlich schwächeres Kapitalmarktgeschäft im zweiten Quartal unter anderem durch Zuwächse im Beratungsgeschäft etwa bei Börsengängen und Übernahmen ausgleichen. Der Grund: Die Märkte beruhigten sich nach turbulenten Monaten mit Brexit-Votum und US-Wahlen wieder, es wurden weniger Transaktionen getätigt. Auch das klassische Privat- und Firmenkundengeschäft lief in weiten Teilen besser, wenngleich die Bank mehr Geld durch faule Kredite verlor. Ein starkes Kreditgeschäft und steigende Zinsen geben den breit aufgestellten Bankhäusern Rückenwind. Wegen höherer Kosten und Steuern musste Corbat dennoch einen Gewinnrückgang von 3 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar vermelden. Das war mehr als von Analysten erwartet, aber weniger als die 4,0 Milliarden Dollar aus dem Vorjahreszeitraum.

Die Erwartungen der Analysten wurden damit übertroffen. Mit 22,2 Milliarden Dollar stagnierten die Einnahmen im Jahresvergleich.

Die steigenden Zinsen und die robuste Konjunktur kamen auch der Großbank Wells Fargo, die ebenfalls gestern die Zahlen präsentierte, zugute.

Auch wenn die Quartalszahlen dies kaum vermuten lassen, belastet die Affäre um Scheinkonten Wells Fargo weiter. Doch der Fall ist noch nicht ausgestanden - US-Aufseher ermitteln weiter. Erst diese Woche bezeichnete US-Notenbankchefin Janet Yellen den Skandal als "ungeheuerlich" und stellte weitere Sanktionen in Aussicht.

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