Doping-Probe positiv durch "Küsse" - und der Richter glaubt es

Colorado Springs - Leichtathletik-Olympiasieger Gil Roberts aus den USA kommt nach einem positiven Dopingtest um eine Sperre herum.

Vor einem Richter erklärte Roberts, dass seine Freundin Alex Salazar das Erkältungsmedikament Moxylong während eines Indien-Aufenthalts eingenommen hatte. Die amerikanische Doping-Agentur USADA machte die Entscheidung, die bereits am 20. Juni gefallen war, erst jetzt publik. Probenecid steht als Maskierungsmittel auf der Dopingliste der WADA. Nach ihrer Rückkehr habe Roberts sie anschließend "oft und leidenschaftlich" geküsst, weshalb das Mittel in seinen Körper gelangen konnte.

Seine kuriose Begründung hörte sich für den unabhängigen Richter schlüssig an: "Er konnte nicht ahnen, dass Küsse mit seiner Freundin ein verbotenes Mittel auf ihn übertragen können". Roberts muss die Erkenntnis wie ein Blitz getroffen haben.

Der Fall weist Parallelen zu jenem des kanadischen Stabhochsprung-Olympiasiegers Shawn Barber auf. 2009 wurde der französische Tennisspieler Richard Gasquet begnadigt, weil er ebenfalls glaubwürdig erklären konnte, dass das bei ihm getestete Kokain von einer spontanen Knutscherei stammt. Das Ergebnis der Probe sei dadurch entstanden, dass er sich vorher mit einer Prostituierten vergnügt habe, welche die Droge konsumiert hatte. Barber wurde ebenfalls nicht gesperrt.

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