Liu Xiaobo findet letzte Ruhe im Meer

Nopelpreisträger Liu Xiabo in China eingeäschert

Die Feuerbestattung fand demnach in der nordchinesischen Stadt Shenyang statt. Ihr Mann sei nicht einmal während seiner Bestattung frei gewesen, und jetzt müsse seine Witwe dasselbe "Leben in Unfreiheit" fortführen, vermutete auch Hu Jia, ein Dissident und Freund der Familie. Der US-amerikanische Menschenrechtsanwalt Jared Genser, der sie und ihren Mann vertritt, schrieb auf Twitter, dass Liu Xia noch immer von der Außenwelt abgeschnitten sei.

Obwohl sie nie wegen einer Straftat verurteilt worden ist, stand Liu seit Jahren unter Hausarrest. Wegen einer Krebserkrankung hatte die Justiz den 61-jährigen Bürgerrechtler vor Kurzem aus dem Gefängnis entlassen, die Ausreise aus China aber untersagt. Sie soll dem Norwegischen Nobelkomitee zufolge an Depressionen leiden und sei von ihren Freunden isoliert.

Peking. Der gestorbene Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo ist chinesischen Staatsmedien zufolge nach einer "simplen Zeremonie" im Beisein seiner Witwe und Freunde eingeäschert worden. Laut chinesischen Behörden sei es der Wunsch der Angehörigen gewesen, dass seine Asche im Meer verstreut werde. Dem widersprechen Aktivisten und Freunden. An einer Grabstätte könnten sich Aktivisten versammeln und daraus könnte neuer Protest entstehen. Lius Anhänger kritisierten hingegen, dies könne nicht überprüft werden - schließlich verhinderten die Behörden strikt den Zugang zu seinen Familienangehörigen. Gut einen Monat zuvor war er nach mehr als acht Jahren in Haft aus dem Gefängnis in ein Krankenhaus in Shenyang verlegt worden, doch durfte er so gut wie keinen Besuch empfangen und auch nicht zur Behandlung ins Ausland. Der Dissident wurde in China als Staatsfeind eingestuft. Für seine kritischen Schriften erhielt er ein Jahr später den Friedensnobelpreis, was die chinesische Regierung empörte.

Liu Xiaobo - "Mit ihm stirbt für viele die Hoffnung" Der chinesische Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo ist tot. Der chinesische Künstler Ai Weiwei betonte die Relevanz des Menschenrechtlers für die Gesellschaft seines Landes.

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