Schorndorf: Volksfest in Baden-Württemberg: Krawalle und sexuelle Übergriffe

Die Polizei musste Schutzkleidung anlegen und die Festnahme mit zahlreichen weiteren Beamten abschirmen

Angeforderte Polizisten in Schutzausrüstung mussten dazwischen gehen und die Festnahme sichern.

Der Schorndorfer Oberbürgermeister Matthias Klopfer (SPD) sagte der F.A.Z.: "Unstrittig ist, dass es am Freitag und Samstag insgesamt drei sexuelle Belästigungen gab und dass in diesen Fällen gegen Iraker und Afghanen ermittelt wird". Wie die Polizei mitteilte, soll am Samstag eine 17-Jährige von drei Asylbewerbern aus Afghanistan festgehalten und am Po begrapscht worden sein. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. Festgäste und Einsatzkräfte wurden mit Flaschen beworfen, auch die Fassade des Schorndorfer Schlosses wurde in Mitleidenschaft gezogen. Während des Festes wurden den Angaben zufolge zudem mehrere Körperverletzungen angezeigt.

Am Sonntagabend kam es dann zu schwerer Randale: Rund 1.000 Jugendliche und junge Erwachsene bewarfen andere Besucher und Einsatzkräfte mit Flaschen. Als ein Verdächtiger nach einer gefährlichen Körperverletzung festgenommen wurde, widersetzte er sich - zahlreiche Menschen solidarisierten sich daraufhin mit dem Festgenommenen, sodass eine Vielzahl von Polizeibeamten in Schutzausstattung die Festnahme abschirmen mussten, um einen Angriff zu verhindern.

Im Laufe der Nacht sollen außerdem mehrere Gruppen aus 30 bis 50 Personen durch die Innenstadt gezogen sein. Zeugenaussagen zufolge seien einzelne Personen hierbei mit Messern bewaffnet gewesen. Aus einer anderen Gruppe heraus soll im Bereich des Alten Friedhofs vermutlich mit einer Schreckschusswaffe in die Luft geschossen worden sein.

Die Bilanz der Polizei nach den Unruhen ist ernüchternd. "Die Gewalt gegenüber den Beamten war erschreckend", sagte ein Polizeisprecher. Wie es zu den Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Jugendlichen im Schlosspark gekommen sei, müsse noch geklärt werden.

Aufgrund der Vorfälle wird die Polizei in den nächsten Nächten mit weiteren zusätzlichen Einsatzkräften vor Ort sein. Als Hauptproblem nannte der Sprecher den Alkoholkonsum der Jugendlichen.

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