Zahl ziviler Opfer in Afghanistan gestiegen

Alltag in Kabul

Die Zahl ziviler Opfer des Bürgerkriegs habe im ersten Halbjahr 2017 einen neuen Höchststand erreicht, teilte Unama am Montag in Kabul mit. Das waren zwei Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nach UN-Angaben waren 92 Zivilisten unter den Opfern. Bei den übrigen Todesfällen lassen sich die Täter nicht eindeutig zuordnen. Für die meisten Angriffe waren demnach Extremistengruppen wie die Taliban oder die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) verantwortlich.

Hauptursache für den gewaltsamen Tod der Zivilisten sind Bombenanschläge. Auch die Zahl getöteter Frauen und Kinder steigt nach einem Rückgang 2016 wieder an. 462 Frauen wurden verletzt.

Luftangriffe von Regierungsseite und improvisierte Sprengfallen der Terroristen hätten die Zahl der getöteten Frauen und Kinder erhöht, heißt es in dem Bericht. Zwischen Anfang Januar und Ende Juni wurden 1662 Zivilisten getötet und 3581 verletzt, wie die UN-Mission in Afghanistan (Unama) am Montag mitteilte.

Der Leiter der Unama-Mission, Tadamichi Yamamoto, appellierte an die Taliban, von Attentaten auf Zivilisten abzusehen. Auch an die Nationalarmee richtete sich der Appell, in bewohntem Gebiet keine schweren Waffen einzusetzen und damit die Zivilbevölkerung zu gefährden.

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