Boris Becker soll das Haus seiner Mutter verpfändet haben

Boris Becker und Hans Dieter Cleven

Becker war von einem Konkursgericht in London vor knapp vier Wochen wegen unbeglichener Schulden bei einer britischen Privatbank für zahlungsunfähig erklärt worden.

2015 redeten die beiden ehemalige Partner das letzte Mal über die Forderungen. Dies sei sein letzter Versuch gewesen, die Probleme ohne Öffentlichkeit zu lösen, sagt er.

Cleven forderte Becker nach eigenem Bekunden damals dazu auf, die Schulden ihm gegenüber auch vor einem Notar anzuerkennen. Ich habe geantwortet: "Boris, ich muss dich erinnern, die habe ich schon!"

Und damit nicht genug: Als Cleven seinen Darlehensrückzahlungsanspruch durchsetzen wollte, bot ihm Becker seine Finca auf Mallorca an, die er verwerten könne. Die Finca "Son Coll", so argumentierten seine Anwälte, hätte binnen eines Monats verkauft werden können und der Erlös Beckers Schulden von angeblich rund drei Millionen Euro beim Privatbankhaus Arbuthnot Latham & Co. beglichen. Diesen habe der frühere Spitzensportler allerdings kurz vorher abgesagt. Ich war der Meinung, dass ich dann nicht gleichzeitig Hypotheken auf seinen Besitz eintragen kann. Das Kantonsgericht Zug bestätigte, dass die Forderungen Clevens grundsätzlich berechtigt sind. "Es ist unbestritten, dass der Kläger dem Beklagten ab 2001 diverse Darlehen gewährte und sich die Darlehensschuld des Beklagten auf CHF 41'774'236.65 per 31. Dezember 2014 beläuft (.)", heißt es darin.

Falls der Geschäftsmann je sein Geld zurückbekommen sollte, würde er es ohnehin seiner gemeinnützigen Stiftung zukommen lassen.

Welche konkreten Aussagen von Cleven falsch oder irreführend seien, das sagte Moser nicht. "Stattdessen kündigte ein neuer Anwalt von ihm eine Zahlung an, die aber nie gekommen ist", so Cleven. Moser hinterfragt hier die "Glaubwürdigkeit von Herrn Cleven".

"Ich bin oft gefragt worden, warum ich die Sicherheiten, die gelistet sind, soweit möglich nicht im Grundbuch abgesichert habe, zum Beispiel die Finca". Besonders pikant: In dem Gebäude lebte seine Mutter Elvira. "Und ich wollte ja Öffentlichkeit vermeiden". Währenddessen gibt Cleven an, dass Becker im Jahr 2003 einen Teil eines damaligen Darlehens über 2,5 Millionen Mark bei ihm getilgt hätte. "Oder er kommt mit einer Bewährungsstrafe davon und arbeitet weiter", erzählt Cleven dem Schweizer "Blick". Deshalb habe ich zu ihm gesagt: Ich treffe mich mit Ihrer Mutter. Ich habe ihn rausgeschickt und habe mich mit seiner Mutter unterhalten. "Wir haben die Agentur gegründet, haben Geld verdient und waren happy".

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