UN melden Erfolge im Kampf gegen AIDS

Kehrtwende Die Krankheit ist auf dem Rückzug

Die Zahl der Todesfälle habe sich seit 2005 auf eine Million im Jahr halbiert.

Zeitgleich hat die Zahl der Infizierten, die mit HIV-Medikamenten behandelt werden können, einen Höhepunkt erreicht. "2016 hatten 19,5 Millionen der 36,7 Millionen Menschen mit HIV Zugang zu Behandlung", heißt es in dem Report. Erstmals sind mehr als die Hälfte der HIV-Infizierten weltweit in Behandlung, wie das UN-Aidsprogramm (UNAIDS) in Paris erklärte. UNAIDS veröffentlichte die Zahlen im Vorfeld einer großen Aids-Konferenz in Paris. Mit HIV-Medikamenten kann eine Vermehrung der Viren im Körper verhindert werden. Die Krankheit AIDS an sich ist aber bis heute unheilbar. Dort sei die Zahl der Neuinfektionen mit dem HI-Virus seit 2010 um 29 Prozent gefallen. In Russland betrug das Plus sogar 75 Prozent. Als Resultat habe sich die Lebenserwartung in Afrika im vergangenen Jahrzehnt um etwa zehn Jahre erhöht, heißt es in dem Bericht.

2016 war laut UNAIDS weltweit bei 70 Prozent der Betroffenen die HIV-Infektion bekannt. Das ist das Ziel von UNAIDS im Rahmen des "90-90-90"-Programms zur Beendung der Pandemie". Von denen bekommen etwa 77 Prozent eine antiretrovirale Therapie, die bei wiederum 82 Prozent zu einer maßgeblichen Reduktion der Viruslast führt.

Zur Bekämpfung der Immunschwächekrankheit hatte die UN 2014 die sogenannten 90-90-90 Ziele festgelegt: 90 Prozent der Infizierten kennen ihren Status, 90 Prozent von ihnen sind in Behandlung, bei 90 Prozent der Behandelten ist das Virus nicht mehr nachweisbar.

Besonders vorbildlich seien die Anstrengungen bei Aufklärung und Behandlung in Ländern wie Botswana, Kambodscha, Dänemark, Island und Großbritannien. Krisenregionen seien vor allem der Nahe Osten, Nordafrika, Zentralasien und Osteuropa, wo in der jüngeren Vergangenheit die Todesraten durch HIV/Aids um rund 40 gestiegen seien. Hier wurde eine Zunahme von 120 000 im Jahr 2010 auf rund 190 000 HIV-Fälleim Jahr 2016 verzeichnet.

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