Amerikaner sollen das Land verlassen - USA verbieten Reisen nach Nordkorea

Hochhäuser im nordkoreanischen Pjöngjang. Im Vordergrund fährt ein Omnibus

US-Bürger dürfen Nordkorea nicht mehr besuchen.

Erst vor wenigen Tagen stellte Diktator Kim Jong-un (33) seine neue Tourismusseite ins Internet, mit der er westliche Reisende in sein Land locken will.

In den letzten zehn Jahren wurden 16 US-Bürger in Nordkorea festgehalten. Aus Sicht der Behörde besteht die Gefahr, festgenommen zu werden. Mit diesem Veranstalter war auch der vor einem Monat verstorbene US-Student Otto Warmbier in das abgeschottete Land gereist.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) weist auf ihrer Webseite daraufhin, dass in Nordkorea ausschliesslich geführte und durch das staatliche Reisebüro organisierte Reisen möglich sind. Nun plant die amerikanische Regierung offenbar ein komplettes Reiseverbot in den Norden der Koreanischen Halbinsel.

Das auf Nordkorea spezialisierte Reisebüro Young Pioneer Tours teilte mit, die US-Regierung werde die Pässe jener Amerikaner für ungültig erklären, die nach einer 30-tägigen Schonfrist noch nach Nordkorea reisten.

Der 22-jährige Student war im März 2016 wegen Diebstahls eines Propaganda-Posters zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden, kurz danach ins Koma gefallen und wenige Tage vor seinem Tod "aus humanitären Gründen" freigelassen worden.

Eine Bestätigung des Verbot steht seitens der US-Regierung nach Berichten des britischen Senders BBC noch aus. Danach durfte er in die USA zurückkehren. Die genaue Todesursache ist unklar, Experten gehen jedoch davon aus, dass Warmbier von nordkoreanischen Sicherheitskräften misshandelt wurde. Der Manager des Reisebüros Koryo Tours, Simon Cockerell, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die schwedische Botschaft in Pjöngjang habe sein Unternehmen über das Reiseverbot informiert. In Nordkorea ist es üblich, dass Schwedens Botschaft im Namen der USA handelt, da Pyongyang und Washington keine diplomatischen Beziehungen pflegen. Nach Überzeugung seiner Familie starb er an den Folgen seiner "schrecklichen und qualvollen Behandlung" in Nordkorea.

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