Donald Trump bricht mit seinem Justizminister

US-Präsident Donald Trump spricht in Washington im Roosevelt Zimmer des Weißen Hauses

US-Präsident Donald Trump hat seinen Justizminister Jeff Sessions scharf kritisiert. Das berichtete er am Mittwoch in einem Interview der "New York Times".

"Jeff Sessions nimmt den Job an, tritt den Job an, zieht sich wegen Befangenheit zurück, was offen gesagt sehr unfair gegenüber dem Präsidenten ist", erklärte er weiter.

In einem Interview mit der "New York Times" sagte Trump, dieses Verhalten sei "extrem unfair" ihm gegenüber - und das sei noch milde ausgedrückt. Zuvor war bekannt geworden, dass der Republikaner bei einer Anhörung nicht angegeben hatte, sich 2016 mit dem russischen Botschafter Sergej Kisljak getroffen zu haben.

In der Affäre um die Russland-Kontakte des Teams von US-Präsident Donald Trump hat sich die russische Anwältin Natalia Veselnitskaja bereit erklärt, vor dem US-Senat zu ihrem umstrittenen Treffen mit Donald Trump junior auszusagen. Doch nach der Befangenheitserklärung von Sessions setzte dessen Stellvertreter Rod Rosenstein Ex-FBI-Chef Robert Mueller als Sonderermittler ein. Anschließend erklärte er sich für befangen und vollzog damit seinen Rückzug aus den Ermittlungen zur Russland-Affäre des ihm unterstehenden FBI.

Trump hatte aber offenbar von seinem Justizminister erwartet, ihn vor den Ermittlungen zu schützen. Vor allem, da der Justizminister vor einigen Wochen selbst seinen Rücktritt angeboten haben soll. Insider hatten laut Medieninformationen allerdings gesagt, Berater würden Trump drängen, Sessions zunächst im Amt zu belassen, da es sonst einen weiteren politischen Aufruhr geben könne, der die Besetzung vieler noch offener Führungspositionen in der Regierung erschwere.

In dem Interview übte Trump zudem Kritik an dem Sonderermittler und schlug einen drohenden Ton an: Bei dessen Ernennung gebe es einen Interessenskonflikt, da er mit Mueller ein Vorstellungsgespräch geführt habe, um den Posten des FBI-Direktors gegebenenfalls mit ihm neu zu besetzen. Bereits kurz nach Trumps Entscheidung für die Präsidentschaftskandidatur 2015 stellte sich der damalige Vertreter von Alabama als erster Senator auf seine Seite. Er warnte den Sonderermittler außerdem davor, die finanziellen Interessen des Trump-Clans bezüglich Russland zu untersuchen. "Weswegen auch? Ich habe nichts Falsches getan". Doch nun hat Donald Trump dem Frust über die zunehmend belastende Russland-Affäre freien Lauf gelassen. Die Sitzung soll am kommenden Mittwoch (16 Uhr MESZ) stattfinden.

Dieser Artikel stammt aus einer Kooperation mit "Politico".

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